Band 
I. Tomus.
Seite
487
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486_die vielfältige Nothwendigkeit_

lich nicht beäuget der Menschen Ruhm/ sonder bloß Gottes Ehr und derLcuthen Seligkeit. Und so seyt ihr übermahl keine Heuchlere nicht. Sagetauch nicht/die Welt seye so bös heutigs Tags und so verderbet/ daß es ver-geblich seye/ sie durch exemplarische Gottseligkeit wollen ergwtnnen. Werweißt/ ob sie nicht besser wäre / so ihr allzumahl dießfals nur eiferiger und'vortrefflicher wäret. Je finsterer die Nachte / je Heller scheinen die Ster-nen. So je böser die Welt / je mehr müsset ihr euer Licht vor selbigerlassen leuchten. Ihr müsset als geistliche Rosen blühen mitten unter denDornen; als geistliche Noch/ Loths / Josephs/ Daniels die Arch fort-bauen/ fortpredtgen/die Welt durch gottseliges Exempel verdammen/wannjez alles Fleisch seinen weg aufErden verderbet/ und dicselbigezumurchenen Sodom/ Egypten / und Babel geworben ist. Gewinnet ihr damitgleich nichts anders/so wäre dieses schon genug/daß ihr für euch doch wenig-stens euere Seelen errettetet/ und eueren Gnaden-Lohn in dm Himmelngroß machetet.

Und weil Nr. Gel. Bruder und Schwestern in Christo Jesu / dietraurige Erfahrung bezeuget/ daß der leydige Teufel ins besonder auch beydiesen unseren fatalen Zeiten / und das nach der gerechten Verhängnus unddem unerforschlichen Gericht des Herren unsers Gottes/auch mit gutenLeuthen und frommen Kindern Gottes sein leydiges Spiel hat/ und seinehöllische Arglistigkett ins besonder dahin anleget / wie er / so er ins be-sonder anfanget sehen und mercken / daß das Licht ihres Glaubens und gott-seligen Lebens eintche erleuchtende und erwärmende Krafft aufdie und dieseandere Seelen gewinnet/ dieses Licht durch allerhand darein gehaucheteDämpfe beneble / und verfinstere / und solcheLeuth eintweder mit Recht/oder Unrecht/unter einichen gegründeten Ursachen / oder blossen erdichtetenSchein - Verwänden bey anderen verdächtig / und so auf einmahl ihrenDienst unnüz und fruchtlos mache; weil es thme aber auch nach eben die-ser Verhängnus und Gericht des Herren unsers Gottes hierin» eben mehr-mahlen gelinget; Ach so seyt ihr / o theure Kinder Gottes / bey diesemAnlas noch vornehmlich hierum zubätten / daß ihr auch dießfals sorgfältigaufeuerer Hut stehet/ und was ihr Haber/ wol behaltet / dass niemandAper.;'.". Exe Lrone nehme/ ja wachet und battet / auf daß ihr nicht inMatth. -t: Versuchung eingehet. Ihr seyt zuersuchen / und dabey zuerinneren / daßihr hierinn fals die Einfalt der Dauben / und die geistliche Klugheit der2hiv.ro: 16. Schlangen mit einander« paret/ damit ihr nicht dasjenige / was ihr aufden einten Weg an -ein zerfallenen Zion Gottes aufbauet / auf einen ande-ren wider niederreißet/ und so euch selber durch eigene Schuld und Unvor-sichtigkeit in dieser euerer heiligen Bemühung solche Hinternussen in den

Weg