7§4 Die zum Eingang in das Himmelreich erforderte
, . Erlöser so in dir und andern groß zumachen / seye es auch gleich durchvv,». r. -a. oder durch Tod. Wilt du thun/ was gerecht ist/ in Ansehung
des Herren deines Gottes / so muft du (7.) diese deine innwendigeHochschätzung/Liebe und Forcht Gottes / dein Vertrauen auf Gott/und deinen Eifer für Gott auch bezeugen äusserlich. Du must sie zum öff-tern auch austrucken selber gegen deinen Gott. Aus derVölle deinesHer-zens muß -ein Mund hier reden/ und im Lob und Preis Gottes mehrmah-ls uberlauffen. Mit Gott must du/ so du so gegen ihne gesinnet/ auchzum öfftern deine geistliche Gespräche halten / und dich hiemit fleißig üben inder edeln Christen-Pflicht des gläubigen Gebätts. Du.must aber nicht nurbätten mit dem Mund / sonder vornemlich mit dem Hertzeu ; Bätten inwahrer Erkantnuß deiner Niedrigkeit/und Gottes Hochheitund Herrlich-keit ; Bätten mit N«hsmnen und Andacht; Bätten im Glauben/und mitVertrauen auf den einigen Mittler Jesum Christum ; Bätten mit einerentzündeten und nach Gott gleich einem durstigen Hirschen lächzenden unddürstenden Seelen; Bätten mit Anhalten und heiliger Ungestühme. Achein solches Gcbätt ist wol ein recht Göttlich Mittel zuthun / was recht ist;Las verläidet uns die Welt / das entflammet uns mit einer feuerigen Be-gierde des Himmels; Es verrücket uns ab der Wüste dieser Erden / undversetzet uns in das Paradeis der Göttlichen Wollüsten; Es machet unsfrölich in der Hoffnung/und geduldig in Trübsahlen; Es entzündetuns mit einem wahren Haß der Lastern / und feueret uns hingegen zu einerheißen Liebe aller Tugenden/zum Eifer undVortrefflichkeit in heiligenWandlungen und Gottseligkeiten an. Du must / wilt du thun / wasgerecht ist/eben diese deine inwendige Gemüths- Gestalt auch äußern gegenandere / indeme/ daß du mit ihnen auch gern von Gott redest/ unr dessenTugenden/ der dich aus der Finsternuß zu seinem wunderbahrenLicht berußen hat / auskündeff. Ach wie viel hilffet dieses wieder zu-thun/was gerecht ist? Wie unterhaltet es das Feuer der Göttlichen Liebein seinen Flammen ? Wie munteret es auf zur Hurtigkeit im geistlichenKampf und Streit ? Ja endlich wilt du thun/was gerecht ist in Ansehungdes Herren deines Gottes / so must du solches zeigen dadurch / daß du dichüberal in deinem äußerlichen Wandel so aufführest/wie es einem Christen/der Profession machet davon / daß er Gott in Christo kenne und liebe /rc.geziemet; daß du hiemit meidest auch den Schein des Bösen; daß duseyest unanstösstg beydes den Juden und den Griechen / und derGemeinde Gottes ; daß du seyest ein rechtes Licht der Welt / einGaltz der Erden/ eine Stadt/ die auf einem Berg lieget; daß duLein Licht leuchten lassest vor den Menschen / damit ste deine gute
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