Nothwendigkeit der Christlichen
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ten lassen / ob du ihn etwamr dardurch crgwirruerr / und erzchleter masscafeuerige Lohlen auf sein Haupt tamineln möchtest. Das dieses eineswahren Christen Pflicht in einem solchen Fal seye/daran können wir nichtzweifeln / wann wir der Sach nachsinnen. Obangeführete Exempel derHeiligen zeigen uns solches. Jesus sagt über das austruckltch bey Marco:wann Mftehetund battct/so verzeihet/wann ihr etwas widericmand habet/ aufdaß euch auch euer Vatern der in Himmeln ich^euere Fehler verzeihe, wann ihr aber nicht verzeihet/ so wirdeuch auch euer Vater/ der in Fimmeln ist/ euere Fehler nicht ver-Msrc n:-).zechen. Er sagt nicht just ; Thut solches nur dannzumahl/wann der an--6. vere seiner Schuldigkeit gemäß zuerst zu euch kommet / und sich mit euchwiderum versöhnen wil / sonder er sagt es absolute. Meine Pflicht istdann solches auch absolute zuthun/ und auch in diesem Fal so der Beleydi-ger ausbleibet/ und mir die schuldige Versöhnung/Abbitt und Abtrag an-zubieten unterlasset/ ihme doch zuverzeihen/ und mich mit meinem Wi-dersacher bald zu versöhnen / hiemit ist selbige auch/ ihme meine Ver-zeihung und mein verlohntes Hertz zu notisiciren / n. s. f. Dann mußich thun das erstere / das das mehrere / warum nicht auch das leztere/ sodas wenigere ist? Der Apostel Paulus vermahnet: Jaget nach demHe-r »:i4-Frieden gegen jedermann. Und Petrus: wer dasLeben lieb ha-ben/ und gute Tage sehen wil / der geschweige seine Zunge vomBösen/ und seine Lefzen / daß ste keinen Betrug reden. Er wen-»Pttt , io.de sich vom Bösen und thue Gutes : Er suche Friede / und jagen. ' ihme nach. Müssen wir aber den Friede suchen / ja ihme/ als wie einerhizgeter Jäger einem Stuck Wild / nachjagen / ey wer wil zweifeln/dann daß wir auch dieses gesagte thun müssen ? Wir sind über das schuldigunsere Feinde zulieben/ warum dann nicht auch uns dahin zubemühen/daß wir aus Feinden Freunde machen ? Auch dieses ist ja ein Theil der unsso theur anbefohlenen Verlaugnung unser selbs / der auf uns Neh-mung des Creutzes/ ja derNachfolg selber Gottes und unsers HerrenJesu Christi. Dann wie handeln doch die mit uns? Wie hat Jesus in-besonder gehandelt mit seinen ärgesten Widersachern den Juden ? Er istihnen entgegen gegangen / und hat ihnen Frieden angebotten selber. Er istgekommen/und yat diese vcrlohrene/und ihn selber fliehende Schaafedes Hauses Israels selbs gesuchet/ und selig gcmachet? Was wärenwir dann für schöne Nachfolgen >oi. Gottes und Christi? Was für elendeChristen/so wir diesem theuren Vorbild ähnlich zuwerven/und in die Fuß-stapfen dieses unsers Vorgängers Metten uns weigerten? Wir habenzwischen Gott und uns Feindschaft gemacher / schreibet einer der
Alten