Band 
I. Tomus.
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831
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Nothwendigkeit der Christlichen

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wider dich hat: So laß deine Gaabe daselbst vor dem Altar/und gehe hin / versöhne dich vorhin mit deinem Bruder / und als-dann komm / und opfere deine Gaabe. Jesus redet nach der Gewohn-heit noch selbiger Zeiten/ in welchen diejenige Menschen/die Gott dienenwollen/ solches neben anderm auch dadurch gezeiget/ daß sie dem Herrenihrem Gott zu gewissen Zeiten / in seinem Tempel/ und auf seinem Altarzu Jerusalem ihre Gaaben und Opfer gebracht/ und da ausgeopftret ha-ben. Es verstehet aber der Heyland darum unter diesen Gaaben undOpfern nicht just allein diese/sonder auch andere Gottgefällige Weisen/nach welchen Gott auch zu denjenigen Zeiten/ in denen der Dienst derOpfern in der Kirchen hat ausgegeistet/ und von denen es heißet: wereiner; Ochsen schlachtet / der tödec einen Menschen : wer einSchaaf opferet / der erwürget einen Hund: wer Speisopfecbringet/der opferet Säublut: wer desweyhrauchsgcdencket/2«s <6:;. der lobet das Unrecht / von den Gläubigen solle gedienet werden / alSwelche dann auch durch den ehemahligen eigentlichen Opfer-Dienst deSAlt. Test. re. wahrlich ungebildet worden sind. wann du deine Gaabeauf dem Altar opfern wüst/ ist dann auch so viel gesagt/ als: Wann dudein Hertz vor Gott im Gebätt ausschütten/ und im Vertrauen aufChri-Hedr.iruo. stum Jesum / der unser geistliche Altar ist / der Gnade Gottes in diesemHeyland begehren; wann du über das zu der Tafel seiner Gnaden hinzu-tretten/ und da deinen Bund mit Gott über das Opfer des Herren Jesuentweder machen/oder erneueren/auch deine liebreiche Almosen/als so vielegeistliche Liebes - Opfer / ihme bringen / oder andere und andere Gotts-dienstliebe Pflichten in feinem Dienst leisten wilft; wann du das allesnun / oder anderes thun/ und so deine Gaabe auf dem Altar opfernwüst/ und wirst daselbst eingedenck/ daß dein Bruder etwas widerdich hat: So laß deine Gaabe daselbst vor dem Altar / und gehehin/ versöhne dich vorhin mit deinem Bruder/ und alsdann komm/und opfere deine Gaabe. Welche Worte des Herren Jesu uns dann imVorbeygang auch kurtz lehren können/ wie neben anderm unser Gottes-dienst / so er Gott wolgefällig seyn sol/ müsse beschaffen seyn. Er mußnemlich geschehen forderst im Vertrauen auf den einigen theuren Verdienstunsers Herren und Heylands Jesu Chrifti/hiemit mit völliger Verlaugnungaller eigenen eingebildeten Gerechtigkeit und Verdienstlichkeit. Wir müs-sen unsere Gaaben geistlicher Weise auf diesem Altar opfern / sollensie Gott gefallen. Dieser Altar muß dieselbigen / wie ehemahlen derMatch. -r: eigentliche Altar die daraus gelegte Opferheiligen / d.i. vor Gott an-genehm und gültig machen. Er muß aber auch jweytens geschehen nach

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