Band 
I. Tomus.
Seite
832
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Versöhnlichkeit. Matth. V. rz. 24. rs.'» 8 z r

einer vorhergegangenen heiligen Vorbereitung und sorgfältigen Durchfor-schung unsers eignen Hertzens/ bey welcher uns dann die Belobigungen/deren wir uns etwann gegen unserm Bruder schuldig gemactzet/ leicht ein-fallen werden. Dahar sagt der Herr Jesus: wann du deine Gaabeauf dem Altar opferen wilst/ und wirst daselbst/daselbst/bey die-sem Anlas nemlich deines erforscheten Hertzens/ eingedenck/ daß deinBruder etwas wider dich hat / so laß deine Gaabe daselbst vordem Altar / und gehe hin / versöhne dich vorhin mit deinem Bruder/und alsdann komm / und opfere deine Gaabe. Der liebe Heylandredet dann gar nachtrucklich und nachdencktich. Er sagt nicht: wanndu deine Gaabe opferen wilst aufdem Altar/ und wirstdaselbsteingedenck / daß dein Bruder etwas wider dich hat/so nihmdiesedeine Gaabe von dem Altar wieder zurück / und laß für selbiges undandere mehrere Mahle dein opfern bleiben/oder dein bätten/Kirchen gehen/Nachtmahl halten länger anstehen. Nein. Die Glock / sagt ein frommerLehrer hierüber / wolt die Welt gern lauten hören. Und thut hinzu:wie viele sind derer / die ein Jahr nach dem andern sich des Seil.Abendmahls enthalten / und dießfals keine andere Entschuldigunghaben/ als daß ste mit ihrem Nachbauren im Streit leben? Wiemögen sich aber solche / so fahret er fort/ ihres Christenthums rüh-men/ die Christi Befehl nicht halten/ und in so langer Zeit keineGemeinschaffe mit ihm haben ? Entweders haben / oder sind stebeleydiget. Sind ste beleydiget/ was haltet ste ab vom Abend-mahl ? Nicht der ist unwürdig/ der Unrecht leidet / sonder derUnrecht thut. Ist Groll da / so ist der Mörder da / und dergehöret zum Teufel. Sät man Lust zustreiten / warum streitetman nicht wider das raachsuchtige Fleisch? warum stosset mannicht den Grollen zum Scrzen aus ? Dazu waren wir mächtiggnug durch Christum / wann wir uns nur mit Christo suchtenzuvereinigen. Entweders der Zorn hat uns schon überwunden/oder wir kämpfen noch mit ihm. Ist jenes/so find wir des ewi-gen Tods schuldig. Ist dieses/so sollen wir das Abendmahl nichtversäumen / dann es starckt uns zum Aampf. Auch die beleydigethaben / sollen ihnen nicht vornehmen vom Tisch des Serren weg zu-bleiben / sonder vielmehr den Vorsaz fassen hinzugehen / und da-mit solcher Vorsaz keine Sinterung habe / stch geschwind mit dembeleydigten versöhnen. Wann du deine Gaabe auf dem Altaropfern wilst/und wirst daselbst eingedenck/ daß dein Bruder etwaswider dich hat / so laß deine Gaabe daselbst vor dem Altar / undlErster Theil.) Kkkkk gehe