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Die edele Pflicht der Barm-
herzigkeit gegen die Armen.
Oder
Die XXXI!! Predig.
Ueber Matth. V. 42.
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Gieb dem / der dich bittet / und wende dich nichtvon dem/ der von dir entlehnen wil.
Fürgeliebte rc.
,S erzehlet der alte Kirchenlehrer Aeronymus/ neben andernVätern der erstem Zeiten/von dem seligen Evangelisten undApostel Johanne /dessen Hertz ja fteylich von Liebe gebrun-nen/gleich fich aus allen seinen Schrifften/ in denen die Liebedas A und das O/der Anfang und das Ende ist/erhellet/und danahen er auch mit Recht von einicben Gottsgelehrtender Apostel der Liebe genennet worden / nachfolgende nachdenklicheBegebenheit / daß / als dieser Göttliche Schoos - und Liebes- Jünger Jesu/durch sein zunehmendes hohes Alter / (dann er fast ioo. Jahre alt sol ge-wesen seyn/) so schwach und unvermögend geworden/ daß esihme mit vie-len Worten seinen Zuhörern zu Epheso/ da er fich in seinen leztenLebens-Jahren aufgehalten/zupredigen unmöglich gefallen/so habe er selbige jedochbey jeder öffentlicher Versamlung mit folgenden wenigen Worten vermah-net : Ihr Landlein/ liebet euch unter einandeen. Und als einicheseiner Zuhörern solcher anhaltenden Wiederhollung eben dersclbigen Sachüberdrüssig worden/und den Apostel um die Ursach dessen gefragt/ so habeer ihnen darüber folgenden Bescheid gegeben: Dieses ists/was uns un-ser ^err Jesus befohlen hat / und so wir dieses thun / so haben wirfonsten nichts nöthig. Nun seye dem/ Meine Bruder/ wie ihm immerwolle/ und habe Johannes dieses so vielmahlen seinen Zuhörern gepredi-gt/ oder nicht/ das wir an seinem Orth lassen gestellet seyn / so ist doch das
PPPPPP2 gewiß/