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Die Beweg- Gründe der L iebe_
gar der siwchtsamcste Blüttling thäte. Christen haben einmahl einen herr-lichen/ heiligen / überhimmlischcn Beruff. Sie müssen thun und seyn wasbesonders und was fürtreffliches/ ein auserwehlres Geschlecht / einkönigliches Hriesterthum / ein heiliges Volck/ das Volck des Gött-lichen Eigenthums/ daß sie dessen Tugenden auskündigen/ der sier>Pett.r: 5 . aus der Fittsternuß zu seinem Wunderbahren Licht berußen hat.Es muß von ihnen heißen/ wie dorten von den Juden: Es istemVolckzerstreuet / und theilet stch unter alle Völcker in allen Ländern/und ihr Gesatz iik anders/ als aller Völkern / und sie thun nichtsT-h-r: r- nach andererVolckern Gesagen. Siemüssen seyn einsaitig und un-straftlich/ untadeliche Minder Gottes mitten unter dem unge-Phil 2!,s. schlachten und verkehrten Geschlecht / und unter denstlbigen als so« Pet. ;;n. viel Lichter in dieser Welt scheinen. Sie müssen vortrefflich seyn inheiligen Wandlungen und Gottseligkeiten / vest / unbeweglich/r.Cor.i;:;r. und immerzu überflüssig in dem werck des Herren. Kurtz sie müs-sen seyn ein freywilliges Volck des Königs Jesu / auf den Täg seine»Vial.'.->:z. Siegs / mir heiliger Zierd. Ihre Liebe muß hiemit auch übertreffen diegemeine Liebe anderer Menschen. Sie müssen lieben / gleichwie Gott siegeliebet hat. Der aber hat sie geliebet / da sie selber seine Feinde waren.Folglich müssen auch sie lieben nicht nur ihre Freunde / sonder selbs ihreFeinde. Thun sie das nicht / so sind sie nicht besser / als andere / als voller/Sünder und Heyden. So degradiren sie sich folglich aus der hohen Di-gnitet wahrer Christen/ und haben ihren Lohn dahin. Sonsten so siebey dieser Liebe Lohn zuerwarten hatten / so hätten ein gleiches zuhoffenalle Zoller und Sünder bey der ihrigen. So wäre hiemtt der Himmelein urchener Sammet-Platz der schnödesten und eigennützigsten Böswich-ten / u. s. f. Und darum laßt uns solches / M. Gel. bedencken / und so wirChristen nicht nur heißen / sonder seyn wollen / auch aus diesem Grund wassurtrefflichers thun / als der grosse rohe Haufe thut. So lang wir diesesnicht thun / so sind wir / ich sage es noch einmahl / nicht besser/ als Zollerund Sünder/ja wie Augustinus dieses hinzugethan/ als Bracken/ undwölffe/ und Löwen/ und Baren; Dann auch die lieben die/ sostelieben; auch die thun nichts zu Leyd ihresgleichen. t.upu8lu-pum non eil; Es muß ein kalter Winter seyn / ehe die wölff ein,andern fressen. Auch die haben eine natürliche Anmuthung gegenihre Alte und Junge/ rc. Hier mag dann billich auch gelten / was ehe-mahlen der grosse Alexander zu einem feigen Soldaten seines Namensgesprochen hat: ^uc Nomen MM3, aur mores, d.i. Aerl! Entweder»andere deinen Namen/ oder deine Sitten. Eutweders/ o Menschen/
ändert