_ Zweyte Bitt. Matth. Vl. 10. 25 z
Zerren unserm Gott: Und jenes Lied Mostsund des Lamms: Großund wunderbahr sind deinewercke/Herr/du AllmachtigerGott!
Gerecht und wahrhafte sind deine Wege/du LönigderHeiligen.wer si>ltedich nicht forchten/unddeinenNamenpreisin? Danndu bist allein heilig. Dann alle beyden werden kommen/ undvor dir anbacen: Dann deine Rechte find offenbar worden? Ibid.rn.»-;Gewiß solche Wünsche / solche Begierden und Gebäter/stnd gewisse Be-weisthümmer einer von Liebe und Eifer für die Ehre und Herrlichkeit un-sers grossen Gottes und Heylands gleichsam flammenden Seelen. Dasja die heiligste Gattung / so zureden/ einer wahren Heiligkeit ist.
Ach daß dann dießfals/ M- Br. unser Mund bald durchgehendsso stumm/ und unsere Zungen/zu dieser theuren und heiligen Pflicht undBitt/so träge sind! O zerbrechet dann/zerbrechet/o ihr alle/die ihr dieEhre des Königs Jesu liebet/ und euch mit eurer Hände unter die Zahlseiner geistlichen Reichs-Angehörigen einschreibet / zerbrechet/insbe-sonder auch in diesen traurigen Zeiten/ da Finsternus noch und Dun-kelheit die Erde bedecket ; da der Scepter der Gottlosen noch / 2«s. «§->!-.an so vielen Orthen und Enden / über den Theil der Gerechtenvesi bleibet ; da die Hur Tyrus ihre Lauten aufdasneue zurHande P>al-"5 rrühmet/ und es von bezauberenden Huren-Liedern eben gut ma-chet / und bey vielen / die ihro zuvor vergessen / wiederum in Ge-dachtnus zukommen beginnet; da gewaltige Herren und Fürsten/de- 2 ts. r;:is.ren glorwürdige Vor-Eltern diesewüste Dirne so sehr gehaffet/daß sie ihrFleisch gern mit ihren Zähnen zerrissen/ und siemitFeuerverbrennethät-ten/ um indischer Cronen und Emolumenten willen/ mit ihro aufdas neuezuhuren anfangen; da Babylon aufdas neuezutrotzen anhebet: Ichsitze eine Rönigin/ und wird keine Wittwen seyn/und Leyd wirdich nicht sehen; da dieses von dem Blut der Heiligen/und von Apoc. ,8:7.dem Blut der Zeugen Jesu/ trunckeneWeibe von Mord und 2bid.Dräuen Wider die liebe Kirche Gottes frischer Dingen schnaubet/ und Act.»:r.eine gewaltthätige Verfolgung über die andere anrichtet; da auch in dersichtbahren Kirchen Gottes alles je langer je arger wird/die Ungerech-tigkeit sich vermehret/ die Liebe in vielen Hertzen erkaltet / das MattkLehr - Amt verdorben ist; da der Teufel in dem äußerlichen Königreich i-.des Herren Jesu eben viel zusprechen bat / und / wie unser selige HerrGwalther / in dem Beschluß seiner Predig über diese andere Bitt desHeil. Vater Unsers / gar nachdenklich und ctferig sagt/ es laider da-hin gerathen wil/ daß keine grössere Sünde geachtet wird/dannso jemand sich fleißr/ ein treuer Unterthan des Reichs Gottes zu-
J i 3 seyn;