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Des vollkomnessen Gebäts
geliodes Herren Jesu trachten recht würdiglichzuwandeln/ dieLehreunsers ^eylands in allen Stucken zuzieren/ und unser Licht/ daSLicht unsers Glaubens und eines gottseligen Lebens / vor denMenschen jc> leuchten zulassen / damit sie unsere gute werckeMa<th> 5 '.i 6 sehen / und unsern Vater / der in Fimmeln iss/ preisen. WannWir etwann in alten oder neuen Indianischen/ und andern Reis-Büche-ren gelesen / so werden wir gefunden haben/daß vornemlich der Christensündliches Leben denjenigen Heyden und Barbaren/zu denen sie gekom-men / das Christenthum verhaßt gemachet hat. Als die Spanier zuerstin Americam gekommen / haben die dortigen Einwohnere/ sobald sie denGeitz / die Unzucht/ die Grausamkeit/und Untreu derselbigen gesehen/so gleich geschlossen: Der Christen Gott müsse wol ein böser Gott/und ihrGlaube ein schändlicher Glaube seyn. Nach der Zeugnus des Frantzö-sischen K3ron8 cte 1a ttonran werssen die wilden Indianer in Canada denChristen beständig vor / sie spotten mit den Gebotten ihres Gottes/ undmachen aus seinen Verbotten ein Spiel; Sie glauben / es seyeihnen da-bey nicht Ernst / in dem sie selbigen jederzeit! zuwider handeln / und dieEhre der Anbätung / von deren sie sagen/daß sie Gott allein gehöre/nichtso fast ihm/ als dem Geld/den Lastern/ dem eignen Interesse geben/undso bald es ihnen übel gehe / wider den Himmel murren/re.rc.rc. Warumsie dann sollen Christen werden? Die bekante Dähnische Missionar» zuTranquebar in Ost-Indien melden gleicher Gestalten/in ihren getruckteuRelationen/ daß/ ehe sie dahin gekommen / und den Leuthen/ wie durchemsige Unterrichtung / so ein Christliches Lebens-Vorbild andere Con-cepten beygebracht haben / die daselbst wohnende Malabarische Heydenvon den sich da aufhaltenden Christen vest geglaubet / daß sie sich / in ihrenöffentlichen Versamlungen und Predigten/untereinandern anmahnen zumrauben/stählen / ehebrechen / leugen/ betreugen/ und anderen Himmel-schreyenden Sünden und Lastern / und das darum / weil diese Laster un-ter selbigen häuffig im Schwang gegangen / und von ihnen/so bald sie ausihren Versammlungen gekommen / ungescheuhet ausgeübet worden. Da-her dann auch das Reich Christi daselbst eine lange Zeit keinen Fortganggewonnen/ biß daß endlich / wie derFleiß und Eiftr/so das kräfftige Vor-bild dieser getreuen Dienern Jesu / die Macht dieser Vorurtheilen gebro-chen/ uvd vielen aus diesen sonst blinden Heyden zu dem ewigen Reich un-sers Herren und Hcylands Jesu Christi em erwünfcheter Weg gebahnetworden/ deme sie sich dann fort und fort in täglich anwachsender Anzahlzuunterwerffen/und diesen auserwehlten Sohn Gottes/durch Glaubenund Liebe/ Müssen fortfahren. Ach / Meine Bruder / warum erzehle
ich