z 12_ Des vollkomnesten Gebats
geln und Seligen in dem Himmel/ die ja/ wie wir droben in mehrermgehört/ in der Ausrichtung des Göttlichen Willens ihren H-mmel undSeligkeit finden. Ey warum selten wir aber nicht in dieser theuren Him-mels-Bürgern Art zuschlagen/ ihren Vorbildern ähnlich zuwerden/unddie Beschäfftigung des Jerusalems / das droben in dem Himmel ist/einiger Massen hienieden auf Erde auszutrucken / jnr unsere Freude undHerrlichkeit halten? Es sollen uns dazu bewegen (5.) auch andereExempel. Das grosse Exempel »orderst unsers Herren und HeylandsJesu Christi. Der hat uns ja wahrlich hier ein herrliches Vorbild hin-r. P«t.r: -1 rerlassen / daß wir seinen Fußstapfen nachfolgen sollen. Er hatselber solches bezeuget/ wann er gesprochen : Ich habe euch ein Vor-Ich irris. bild gelassen / daß auch ihr thüet/ wie ich euch gethan habe.Was hat er aber gethan ? Siehe ich komme / hat er gesprochen/ amBlat des Buchs ist von mir geschrieben / ich habe einen Lust/daß ich / 0 meinGott/deinen willenfollbringe/ und dein GesayNs. 40: r s.jstmitten in meinem Sergen. Seine Speise istes /wiewir oben ausJohanne gehört / gewesen / daß er thäte den willen dessen/ derIch 4: ? 4 . ihn gesendt hat/ und vollbrachte sein werck. Daher er dann auchbey eben diesem Evangelisten bezeugen können: Ich suche nicht meinen3M. na. Willen/ sonder den willen des Vaters/der mich gesendet hak.Und wiederum : Ich bin aus dem Simmel herab kommen / nichtdaß ich meinen Willen thüe/ sonder den willen des Vaters/Ibid.«!;r. der mich gesendet hat. Seinen eignen Willen hat er in allen Dingendem Willen seines himmlischen Vaters subordiniret/ und daher ist seinWort selber mitten in seinen höllischesten Seelen-Aengsten gewesen:Vater/ wann es möglich ist/ so gehe der Reich vor mir fürüber;Malt. doch nicht mein / sonder dein will geschehe. O theures/0 Gött-liches VorbildSind wir dann Christen/ ey so ahmen wir/ um Gotteswillen/ demselben/ soviel als möglich/ nach / und sehen immerzu / in-dem Kampf-Platz und Lauff-Bahn unsers Christenthums / auf diesengrossen Sergogen und Vollender des Glaubens auf/ und machenaus diesem Verhalten des Herren Jesu wenigstens diesen gewissen Schluß:Wie heilig und vortreflich wol diejenige Uebung seyn müsse / in welcherder ewige Sohn Gottes/Christus Jesus / in den Tagen seines sichtbarenWandels auf Erde / unabläßlich beschäftiget gewesen ist. Es sollen unsdazu vermögen die Exempel über das aller Heiligen / ja der grösten undvertrautesten Freunden und Lieblingen Gottes/ die ja zu allen Zeiten ih-ren Willen in Gottes Willen so eingesenckt haben. Was hat nichtgethan ein Abraham / ein David/ ein Paulus / und andere/ die