Vierte Bitt. Match. VI. ir.
Zrs
Des vollkomnesien GebäLs
Vierte Bitt.
Oder
Die XII. Predig.
Ueber Match. VI. n.
Ist- 1-ot- LTr^Ä'/s»' L^»;
Gieb uns heut unser täglich Brot.
Fürgeliebte / rc.
>Ber alle Massen herrlich und vorbündig ist gewesen das Ge-bär Agurs / das uns der weiseste unter allen Menschen/Solomon/ in seinen weisen Sprüchen beschrieben hinter-lassen hat. Gieb mir / bätet Agur/ weder Armuth /noch Reichthum / sonder verschaffe/ daß ich Nah-rung habe/ soviel mir gebührt: Daff ich nicht entwe--ders zusatt werde/ und dich verlaugne/ und spreche : wer istder Herr? Oder daßichautz^Armmhstehle/undmichandemNa-men meines Gottes vergreifst. Gewiß / M. Br. ist Agur nichtsSolomon / so ist doch diese Bitt eine Bitt der Weisheit Solomonswol würdig gewesen. Agur bitet von Gott ab Mey Dinge /Armuthund Reichthum. Arm ist der / der an allen nöthigen Dingen Man-gel/ kein Brot im Haus / kein Geld im Seckel/kein Kleid am Leib hat/der/ da die Fuchst Gruben/und die Vögel des Himmels Nesterhaben/ nicht hat/ wo er sein Haubt hinlege; der / gleich jenem La-Match r:-zaro/vor der Thür des unbarmherkigen Reichen liegen/ und auf dieBrosamen von seinem Tisch mit Schmertzen warten muß. Reich isthingegen der / der an allem dem / daran der Arme Mangel/ vollenUebcrfluß hat/ der da hat volle Scheurcn/überlauffendeTrotten/einengespickten Seckel; der/ mit jenem Schlemmer in der Gletchnus/sichkan in Purpur und Seiden beneiden/und alle Tage herrlich/und
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