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Des vsllkomnesten Gebäts Sechste Bitt:
denen sie uns trachtet zubinden. Wider alle müssen wir wachen / und soaufsehen/ und unsere Häubter auch in diesem Sinn / nach der Erinne-rue. 2l: 4L rung Christi / aufheben / eben wie ein Vögelein / das auf der Erden stehet/und Speise suchet / ohne Unterlas um sich siehet / und seinen Kopf aushebet / um zumercken / ob der Vogler oder Habicht nicht kommen / oderihme sonst jemand einen Strick anwerfen wolle. Wir muffen darum wa-chen vorderft über unsere äußerliche Sinne und leibliche Glieder / welchedie Fenster und Thore sind / die unser verdorbenes Fleisch der Welt unddem Teufel öffnet / um dadurch in unser Hertz hineinzusteigen / und sichdieses Haubt-Postens zubemächtigen; Wachen aber vorncmlich überunsere innwendige Seelen-Kräfte; über unsere Gedancken/ daß sie jeder-zeit in den Himmel gerichtet; über unsere Begierden/daß sie jederzeit andie Ewigkeit veft gemachet; über unsere Passionen und Gemüths-Be-wegungen / daß sie jederzeit der Leitung der gesunden Vernunfft/ ja desHeil. Geistes selber unterworfen bleiben; Wachen über alle unsere Tha-ten'/ und Worte / und Wercke; Wachen vor der That / in decThat/nachder That; Wachen über die eigentliche principiz.mou vz, und Endzweckederselbigen ; Wachen im Wolstand und im Uebelstand / in ArmuthundReichthum / in gesunden und kranckncn Tagen; Wachen insbesonderauch wider alles das / so unsern Versuchern über uns mochte einichenVortheil geben ; Wachen dannethin vorncmlich wider diejenige unsererSchwachheiten / die in uns stärcker als andere sind/ und dazu wir durchdas Temperament unsers Leibs / durch unsern Stand/Alter/Umgang/lange Gewohnheit / rc. rc. geneigter / als zu andern sind / und die darum auchder läidige Teufel / und die böse Welt in ihren Versuchungen /um diegegen uns nachtrucksamer zumachen / gewöhnlich zu Gehilfen nihmet / auchbey denen uns haubtsächltch/ eben wie ein belägernder Feynd die Stadt/die er belägert / an dem Orth / wo sie am schwächsten ist / anzugreifen pflegt/und hiemit wider diese Schwachheiten auch je länger je Mehrgeistlichen Ge-walt anlege» / bis wir sie endlich / durch Christum / der uns gestär-ket / würcklich überwögen/ und so unsern Versirchernauchdiefen Vor-theil aus den Händen gewunden haben. Nicht allein abermüssenwir wa-chen / sonder auch
(2.) Bären. Bäten ist das beste Hilffs-Mittel gegen alle teuflische/weltliche / und fleischliche Versuchungen, preces 6c lscr^mX lum Zrmzmilirsmis Lccleür: Gebät und Thränen stnd der streitenden Lär-chen beste Waffen. Wann der Engel des Sachans den grossen Apo-stel Paulum mit Fäusten geschlagen / und der Pfahl im Fleisch ihneCor. --! geschmirtzet/ so hat er den Zerren /und das dreymahl/ gebäret. Wann7«. auch