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_ ' Zwe yter Absatz. Matth. VI. iz.
ches wissen; da sie anbey wissen / daß sie gewiß sterben müssen ; da siehingegen nicht wissen / wann solches werde geschehen ; da ihre Seelediese Nacht / ja diesen Augenblick kan von ihnen gefordert werden/daß sie ihr en unsterblichen Seelen nicht so viel zu Gefallen thun / und siedurch Büß und Glauben / durch Zerreißung der Stricken / mit denen siean das Todten - Aas dieser Erden noch sind angebunden / suchen in einenolchen Stande zusetzen / in deme sie heut oder morgen freudig und seligterben können. Nur dieses ist an Kindern Gottes mit mehrerm Recht»tadeln / daß da sie in der Welt so viel Angst haben ; da sie darumeben / als in einer recht elenden Herberg ; da selbige ihnen ist/was ehe-rnahlen den Jsraeliten gewesen die wüste/Egypten/Babylon /u.s.f.da sie ihnen ist eine rechte Freunde / ein wahres Erilium und Gefangen-schafft/ eine Creutz.Schul/ ein Streit-Bahn/ ein Angst-Meer/einThränen-Thal; da sie darinn wahrlich daheimen beym Lreuy ; da sieJesus von der Knechtschafft des Teufels/ und des ewigen Todes hat erlö-set / und ihnen ihren Tod in cineuDurchgang in das Leben verwandelt;da sie dessen an ihrer Erlösung von der Liebe der Lüsten / und der Herr-schafft der Sünden/ein gewisses Beweisthum/ja Pfand und Versicherung l
haben in ihren Hertzen / sie doch noch / wann sie jetz sterben sollen/so sehrzaudern / und sich noch immer lieber in der dunckeln Gefaugenschafft ihrerläimernen Leibes-Hütten aufhalten / als mit Singen und Frolocken indie völlige Freyheit der Göttlichen Kindern übergehen wollen. Danneinmahl auch vieler derselbtgen Hertzen brennen noch nicht recht von derBegierde des Apostels / aufgelöset zuwerden/ und bey Christo zu-seyn. Oder wo sind dann / so sie je von selbiger brennen/ ihreungedul- Phil. r:tige Seufder / die sie deßwegen recht aus der Tieffe in die Höhe ab-schicken ? Wo ist das heisst Verlangen / Sathan in kurtzem unter ihreFüsse zeetretten zusehen ? Wo ist der hertzliche Eckel ab dieser schnödenWelt / und allem / was in der Welt ist ? Wo ist ihnen dieselbige recktgckreutziget/ und sie hinwiederum derselbigen? Wo schauen sie sieGais-14.an / als ein stinckendes Kaiben - Aaas? Wo rüsten sie / von dem ihnen an-liegenden Fleisch gequätet / recht aus mit dem Apostel: Ach mir elen-den Menschen / wer wird mich von dem Leibe dieses Todes er-lösen ? Wo ist ihr Widerwille wider die Sunde / die Ursach alles Ue- Rom 7 r-4.dels? Wo ihr Fleiß/sie zubestreiten? Wo ihre Arbeit/ihre Fesseln los zu-machen / und in Stucken zuschmeißen ? Wo gewinnet ihnen das sie nochtruckende Creutz an/ was dorten demPsalmistcn/der gesprochen: Odaß ich Flügel hätte / wie eine Daube / daß ich hinflöge / undRuhe firnde r Wo brennen ihre Lampen ? Wo sind ihre Lenden/M.;;: 7.
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