Band 
II. Tomus.
Seite
1798
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Die Nothwendigkeit den Christlichen

demjenigen darauf stehet / der dieses Brot isset / oder dieses Trmckge-schirr des Herren trincket/ das ist / zum Heil. Nachtmahl kommet/ un-würdig. Paulus sagt / es werde ein solcher schuldig des Leibs undr.Csr »:-?. Bluts des Herren / und er esse und trincke ihm selber das Gericht.Wie kan aber der/ der zum Heil. Nachtmahl kommet mit einem lieblosenund unversöhnlichen Hertzen/ anders als unwürdig essen undtrincken?Er hat ja in sich keine einige derjenigen Qualitäten / welche ein lieber undwürdiger Tisch - Genoß des Herren Jesu haben sol. Er issec und trincketohne Reuen. Oder wie kan man wol von demjenigen gedencken/ erhabeseiner Sünden einen rechtschaffenen Reuen/ hiemit auch des unendlichenLasts der zehentausent Talenten feiner geistlichen Sünden-Schuldeneine wahre Einsicht und Empfindung/ in deffen Gedancken die hundertBluzger der Schulden und Beläidigungen seines Nächsten so schwehrwägen / daß er lieber jene ewiglich schuldig bleiben/ als diese nachlassenwtl ? Er isset und trincket ohne Glauben. Dann einmahl wo Glaubeist / da ist auch Liebe. Dann der Glaube ist würcksam durch die6. Er isset und trincket ohne Vorsatz / ohne den nöthigen Vorsatz

tieinlich/ sich fürohin vor Sünden zuhüten/mit einem ChristlichenLeben sich gegen Gott danckbahr zuerzeigen / seinem Nächstenvon Hergen zuveezeihen/ und ihn zuliebe» / welchen unser Christli-che Catechismus von einem würdigen Communicanten erfordert. Erkommet hingegen mit dem teufelischen Vorsatz / ohngeachtet dieser theure-sten Pfänden und Siegel« der Liebe/ und seiner theuren/ heiligen / undendlichen Verpflichtung zu selbiger/ doch fort zuleben in Haß und Neid.Ey wie kan dann einem solchen sein Abendmahl gehen anders/ als zurSünde werden ? Wie diese Unversöhnliche anders / als ihme des Her-ren Kelch gleichsam vergiften? Wie er anders/ als die Verdamnus sichan den Hals essen? Judas kan uns dießfahlö zum kläglichen Exempeldienen. Der käme zum Oster - Lamm und auch Nachtmahl / wie es schei-net/ des Herren Jesu ohne Liebe/ mit einem mordlichen Haß und Grol-len/ und darum führe der Teufel nach deffelbigen Genuß / und dem ausder Hände des Heylandö empfangenen Bissen/vollends in ihn hinein/undstürtzete ihn in den ewigen Untergang und Verderben. So wenig aberals ein solcher Mensch bey dem Hess Abendmahl kan würdig erscheinen/sowenig kan er auch einiches anderes Stuck des Gottes-Diensts würdigund geziemend / und anders/ als zu seiner gröffesten Verdamnus / ver-richten. Er kan nicht bäten; dann zu dem Gebät muß man aufhebenk.Tim.-.s. heilige Hände / ohne Zorn und Zweifel. Und bätet er / so bätet erWider sich selbst. Er sagt: Himmlißher Vater/ vergieb uns unser«

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