Band 
II. Tomus.
Seite
1817
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Match. VI. r§. 17. 18.

54s

l. Redet der Herr Jesus insgemein vorn Fasten / undrecommendiret auch diese Pflicht seinen gläubigenReichs- Angehörigen nicht undeutlich.

l 1. Zeiget er ihnen / wie sie nicht fasten sollen.

m. Wie sie hingegen solches thun sollen. Und

!V. Unterstützet er seine Erinnerung mit einer herrli-chen Verheißung / die die Krafft auch eines überzeu-genden Grunds hat / diese von Christo angepriesenePflicht nach seiner Vorschrifft zubeobachten.

I. Redet der Hm Jesus insgemein von, Fasten / und recom-mendiret seinm Gläubigen diese Pflicht/ sagende: wann ihr aber fa-stet. Dann ebener Massen / gleichwie der liebe Heyland / wann er drobengesprochen: wann du aber Allmofen thust; Item: wannduba-test/ Allmostn thun und bäten seinen Gläubigen nicht bloß stellen wol-len in ihre Wilkuhr / sonder ihnen beydes recommendiren und anbefehlen/so hat er auch / wann er in unserm Text sagt: wann ihr aber fastet /ihnen das Fasten nicht frey stellen wollen / es zubeobachten/ oderzuunter-laffen / sonder er hat es ihnen wollen recommendiren und anbefehlen. Esist aber das Fasten der Christen / oder Jüngern Jesu / vornemlich zwey-fach. Das einte ist ein durchgehendes Fasten / und von einer ewigenVerpflichtung / und muß darumauch von allen wahren Bekennern des Hey-lands unablaßlich/und alle die Tage ihres LebenS/gepracticiret werden.

Und dieses Fasten nun bestehet darin» / daß Christen sich sorgfältig hütenund Acht haben / daß ihre Sergen memahlen beschwahret wer-den mit Fresserey und Trunckcnheit / daß sie sich/ als geistliche Fremd- L„c. : ,4.linge und pilgrams / enthalten aller fleischlichen Gelüsten / welchewider die Seele streiten / und in dieser jetzigen Welt /Wie so gerecht,«.......

und gottseliglich / so auch so massig leben / als es sich geziemt solchenMenschen/denen die heilsirme Gnade Gottes in Christo Jesu erschie-nen ist^ daß sie hiemit Weiber haben/ als hatten ste keine/ wainen/Tit.-»!.».als waineten ste nicht / sich freuen / als steueren ste stch nicht /kauften / als behielten ste es nicht / und diese Welt gchrauchen/als mißbrauchten ste dieselbige nicht; daß sie folglich in stätiger Mäs- Cor.?---.Weit und Wachtbarkeit/ in stätiger Keuschheit und Bezwingung ihres r».Fleisches/in stätiger Verlaugnung ihrer selbs/der Welt/ und dessen /da»

-w der Welt ist/ des Gelusts des Fleisches / des Gelusts derAu-

IZweyter Theil. ^ , Zzz gen/