Band 
II. Tomus.
Seite
1891
JPEG-Download
 

Match. vi. i9. 20.

si-

nnt recht abgöttischer Weise Schäze sammeln? Gantz anders nun soleSmachen / und machet es auch der rechte Christ. Z)er sammele auf dieseWeise nicht Schäze auf Erden / sonder Schäze in den Fimmeln.

Gott / der Gott Schaddai/ d.i. der Allmächtige und Allgnugsame Gottist seine Vestung/ lieber sein auserlesnestes Gold / und sein HausseSilber / oder / wie es andere geben / sein Silber aus den hohen Ber-gen/ aus den hohen Himmels-Bergen nemlich/ und er achtet jawahr-Jb.-i:il.lich Gold/ gegen die gehalten/ nichthöheralsSraub/ unddasDphy-rische Gold nicht köstlicher / als die Steine der Bachen. Er hal- Idid. 14.tet mit jenem gottseligen Marggrafen Lzlescio Carrzcciolo cle Vico denje-nigen billtch für verflucht und verdamt/ der das Gold der ganzenWelt mit einem einigen halben Stündlein der Göttlichen Ge-meinschafft in eine gleiche Achtung ftzet. Sol er das Gold / so ihmctwann Gott in dieser Welt gönnet/ recht schätzen/ so schätzet er es nachder Gold-Waag/ oder wieget es abmitdemSickeldes Göttlichen Heilig-thums. Er achtet es als Gold / d. i. als eine kommliche gläntzende Eitel-keit/ die zwahr freylich in dieser Welt zum einten und andern einem Men-schen nutz ist/ die aber darum ihren Befizer keines Wegs lebendig ma-^ 7-»chen / die Angst seiner Sunden vertreiben / ihn am Tag des grimmigen ' ' 'Zorns des Herren erretten / noch seine nach Trost bange Seele im gering-ste» erfreuen kan. Er hencket darum auch sein Hertz nicht daran. Er se-zet seine Glückseligkeit nicht darin». Er stellet sein Vertrauen nicht da-rauf. Er vermählet seine Liebe nicht damit / sonder weißt und glaubt/daß diese Kräffte seiner unsterblichen Seele ja wahrlich allzuedel/ als daßer sie mit der Ambition eines solch glitzerenden Koths solle besudeln / undaus ihrer Würde degradiren. Er glaubet / das thun / hiesse / ein unschätz-bares Perlen in einen Mist - Haussen vergraben. Seine Schäze kurtzsind droben / und darum ist auch da sein Herz. In Erwartung dieserhimmlischen Schäzen erduldet er/mitdengläubigenHebreeren/auch dieBeraubung seiner Gütern mit Freuden/ und ruffetjederzeit aus:Hebr.io:;,.Der Herr ist mein Theil / oder Schaz/spricht meine Seele/derhal-ben wilich aufihn hoffen. Weg mit allen Schäzen! Du bleibst Thron.n» 4 .mein Ergezen/ JesU/ meine Lust ! weg ihr eitcln Ehren! Euchmag ich nicht hören; Bleibt mir unbewußt. Das allein ist meinGewinn / daß ich nur bey Jesu bin.

(2.) Verbietet Jesus das unvergnügliche Schäz - sammeln / soals wiederum Schäze sammeln gewöhnlich alle indisch-gesinnete Men-schen. Deren Begierde ist einmahl dießfahls recht unersättlich. Sie ruf-sen mit jenen vier Dingen bey Salomon niemahlen aus: Es ist ge-

Ji ii r nug/