Band 
II. Tomus.
Seite
1913
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_ Mattb. Vi. rs. 20. _§41

wärth mit keinem Gold kan abgewogen/ und denen kein Ophiri-sches Gold/kein köstlicher Onychel-Stein/ kein Saphir/rc. kanvergliechen werden ; Schätze / bey denen man nimmer/ wir wol bey den M. «rgröffesten Schätzen dieser Erde / verarmen kan. Weil dann ein Christhat diese Schäye / so ist er reich / wann er gleich arm ist. Es heisset beyihm: Als die Armen/ die wir aber viele reich machen : Ais die nichtshaben / und doch alles bestyrn ; Und gegen ihm aus dem Munde deS - C,r.eHerrkn Jesu selber : Ich weiß deine wercke / und die Teübsirhl/ unddie Armuth : Du bist aber reich. Arm kau der Christ zwahr scheinen/ sr»,«. 2aber ntemahl werden. Er ist gleich einem Kaufmann in der Fremde/ derzwahr arm scheinet / und manchmahl in dem liederlichsten Kleidlein/ undohne viel Staat und Pracht daher gehet/ aber doch in seinem Vaterlandbey Tonnen und Millionen besitzet; Gleich dem Tabernacul Mosts /der aussen schlecht geschienen/ und mit einfältigen Geiß - und Dachsfallenüberzogen gewesen / aber innwendig die Herrlichkeit Gottes gehabt/ und vonGold und Silber geschimmert hat; Gleich einem verkleideten Königs-Sohn / der sich inkognito an auswerthigen Orthen aufhaltet / und seineReichthumme und Herrlichkeit mit Fleiß/durch eine angenohmene gemeineund arme Lebens-Manier/ verbierget/der aber doch ein gantzes Königreich/und in demfelbigen unzählbare Schätze und Güter besitzet. Und darumbleibet es dabey: Wer recht reich werden wil/ der muß fromm / der mußein Gott und Jesum liebender Christ werden/und wer die rechten Schäzeerlangen wil/ der muß erlangen die grossen Schäze/ die in dem Haustallein des Frommen sind. Er muß Schäze sammeln nicht aufErd^da ste die Schaben und der Rost fressen/und da die Dieben duech-graben/ und sie stählen / sonder Schäze in Himmeln/da sie wederdie Schaben noch der Rostfressen/und da dieDiebennichtdurch-graben / und ste stählen. Der Herr Jesus lehret uns diese Kunst rechtreich zuwerden in unserm Text. Wer die praetieiret/ der findet den rech-ten Stein der weisen / den so viele Nas-weise Welt-Kinder vergeblichbis dahin anderswo gesuchet haben ; der wird ein wahrer ääeprus.undkan in einem heiligern Sinn/als jener Laodiceische Bischof/rühmen:

Ich bin reich / und bin reich worden / und bedarffnichts. Ach/ ,M. Br. lasset uns dann diese Kunst gern lehrnen / und zu dem Ende auchdieser Stunde andächtig hören/ was der Geist den Gemeinden sagt.

Du aber / 0 reicher Herr Jesu/ verleihe uns selber dazudeine erleuchtende und heiligende Gnade. Du / 0 himmlischeWeisheit des Vaters / der du selber anderswo von dir selber

s Zweyter Theil. H Mm mM bezeu-