Band 
II. Tomus.
Seite
1951
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Match. VI. rr.

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Hirt / mir wird nichts mangeln. Gott haben / ist die grösscste Wollust. Ml. n:>Alle Welt-Lust ist nichts zurechnen gegen der Lust/ die die Gläubigen inihrem Gott und Jesu haben. Der ist all ihr Heil und Lust. In ihm »siehet das Aug die wahre Schönheit; da kostet der Mund die wahre Lieb-lichkeit ; da höret das Ohr Worte / die unaussprechlich sind; da schmecketdie Seele recht / wie freundlich der Herr ist. Ja / Gott und Jesumhaben / beißt alles haben, wil man Gold/ sagt hierüber ein GottseligerLehrer; Gott ist das wahre/ cheurcste und vesteske Gold. DerAllmächtige wird dein Gold seyn / und dein beständiges Silber. I»h.vr«.wil man ein Paradies und Lust - Haust ; Er ist das Paradiesund Lust-Hause / darinn die Seele sich weyden und erquicken kan/als auf einer grünen Auen. Wil man eine wolschmeckende Speist;

Er ist das Brot des Lebens/ das süsie Manna / und sein Sohndas wolschmeckende Lamm/ der stin Fleisch giebt zur Speise derWelt. wil man einen labenden Tranck; Er ist das lebendigeWasser / seine Liebe ist der süsseste wein; Bey ihm findet manbeydes wein und Milch, wil man ein vestes Schloß; Er ist ^''" 'eine veste Burg/ da man sicher ist. Wilmanein Licht; Er ist Psal 46 :».das wahre ewige Licht, wil man Leben; Er ist das Leben. ^wil man Freude und Seligkeit ; Bey ihm ist Freude die Fülle. 2bid.l«r n.Womit übereinkommet / was der fromme Augustinus gesprochen hat:

l)eus ribi komm etl. 8i eiuris, psnis ett 6 bris, squ» libi eil; 6 in rene-bri§ er, lumen ribi ett; ü nudus cs, immortLluLÜr cibi vellir ett: Das ist:

Gott ist dir alles. Hungerest du / er ist dein Brot; dürstest du/er istdeinwasser; Bist du inderFjnsternus /eristdireinLichk:

Bist du nacket/ er ist dir ein Lleid der Unsterblichkeit. Dieß siehetder Christ im Glauben. Er siehet/ wie sein Gott/ als ein «nermäßlicherOceanus/ alles wesentliche gute gleichsam verschlinge/und er/wann erihn hat/ alles habe / und darum laßt er/ da er diesen unerschöpflichen Ab-grund alles guten haben kan/ die Neben-Ströhmlein dieser Erde gern fah-ren / und ruffet aus/ wie: Mein Zeug / so mein Schaz ist im Am-mei/ und der mich beseliget/bereichert/ vergnüget / wohnet inder 6öhe. Jnsbesonder sind dieses wahrer Christen Gedancken/ und die8enrimenl8 ihres Hertzens von ihrem Herren und HeylandJesn Christo/vornemlich auch sink der Zeit/ daß er diese Welt verlassen/und zu seinemVater / und zu ihrem Vater / zu seinem Gott / und zu ihrem Gottaufgefahren ist; fint der Zeit/ daß er seine hohen Lämmern in dem M. u?.Ammei gebauet/ und seine Ehre über dieseldigen erhebet hat. Nuy mUA*'

ist der Gläubigen Schaz ja wahrlich nirgends mehr auf Erde/ sonderal- '''

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