Band 
II. Tomus.
Seite
1957
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Match. Vl. Li.

68s

Apfeln: dann ich bin vor Liebe kranck. Er leget seine lincke Handunter meinHaubt/ und umfanget mich mit seiner Rechten/ rc. Sie Cant.-r p«!'lieben sich auch unter einander/als Kinder eines himmlischen Vaters/undMitburgere eines gleich himmlischen Königreichs/ mit der heiligsten undzärtesten Liebe. Sie theilen unter sich ihre eigene Seelen / und spannenfür einander dar ihre Halft. Eine Freude gehet ihnen in das Hertz/wanneines das andere siehet/ von selbigem höret/an selbiges gedruckt. Sie ver-achten die Welt / mit ihren vergänglichen und betrieglichen Lüsten. Siehencken ihr Hertz nicht an ihre Eitelkeiten. Gold und Silber/ Ehr undAnsehen/Augen-Lust/ Fleisches-Lust/ und Hochmuth des Lebens/sind in ihren Augen nichts / als ein lährer Schatten / und eine eitele Eitel-keit. Und ihre Seele findet keine andere Wollust/ Ehr/und Reichthum/als nur in himmlischen Gütern. Sie sind daneben getrost in allem/wasihnen immer in dieser Welt widriges begegnet / und freudig. Als dieTraurigen / heißet es bey ihnen / aber allezeit frölich. Muffen sie leiden ->Crr. erArmuth und Mangel; sie trösten sich der bessern / der ewigen und be-ständigen Schätzen / die droben in Himmeln auf sie warten. Müssen Hebr.i»:;^sie ausstehen Kranckheiten und Schmertzen; sie sind willig/ und richten sichauf mit ihrer könfftigen Verjährung/und der Herrlichkeit / die an ihnensol geoffenbahret werden. Nahet endlich die Stunde gar ihres Todes/ srom.»!»kund müssen sie abscheiden von dieser Erde; sie zeigen/ daß sie wahre Himels-Burgere seyen / damit/ daß solches geschiehet mit Trost und Freuden. Siesind dazu gantz resolvirt und willig. Und wie ein Pilqram/ wann er nunseinem Vaterland nahet/ und von weitem die hohen Thürne und hervor-ragenden Berg- Spitzen dessclbigen siehet / vor Freuden / wie müde er auchist / aufspringet / also machen es auch sie. Wann sie sehen / daß das Endeihrer Pilgerfarth herzuruckt/ so springet ihr Hertz auf vor Freuden / undsingen sie aus jenem schönen Trost - Lied: Freu dich mein Geist/ springaus mein Hertz! wirst alles Zeitlich hintcrwrrts / und eil insVaterlande l Und das alles thun sie so lang/bis daß Jesus endlich kom-met/ und sie würcklich/ als seine Frommen/zu sich hinauf holtet/und ihnenzuruffet: Lomm mit mir von dem Libanon/ du meine Braut/ kommit mir von dem Libanon / schau herab von dem Spitz Amana/von dem Gipfel Senir und Hermon / von den Löwen-Holenendieser wilden Erde/ von denBergenderparden/ in denen du lang Tank«:»,genug unter vielen dornen und Thränen gewandelt hast / undwandle ins könfftig/und seye recht/ wodeinSchatz ist / in demHimmel / und laß deine Füsse stehen innert den Thoren dieses neuenJerusalems. Lomm her/ du Gebenedexeter meines Vaters / und

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