Match. VI. rr.
§99
L>Eet es da; und: o Oomme, ii tsnrz fzcis in csrcere, cjUZnlz kicies INl'zrLclilo r Das ist: O Herr/thust du so viel gegen uns im Rercker/was wirst du wol thun im paeadeise? Ach wer einmahl hier ein eini-ges Strählein des holdseligsten Angesichts Jesu gesehen / der kan unmög-lich anders/ als diesen Lönig bald in seiner völligen Schönheit zusehenverlangen. Wer jemahl ein Brösamlein von diesem Lebens- Brot gekostet/kan unmöglich anders / als mit jenen Capernaiten ausruffen : Hcrr/giebuns allezeit dieses Brot. Wer jemahl ein Tröpflein dieses lebendigen M. 6Wassers / das in das ewige Leben aufquiller / getruncken/ der kanunmöglich anders / als /gleich einem gejageten Hirschen/ nach den vollenStröhmen deffelbigen lächzen. Gedencke dann offtmahl an die vortrefflicheDinge/ die du bisweilen in dem Vorsaht des Himmels gespühret hast/unddein Hertz wird gewißlich mit Begierd entflammet werden/die Lieblich-keiten der Stadt Gottes selbs zubeschauen. ( 4.) Trachtet vor allen Din-gen auch dahin/ die Hoffnung und das Vertrauen / daß der Himmel euerseye/und daß ihr/durch das Blut und die Himmelfarth des Herren Jesu/dazu eine vollgültige Ansprach bekommen/und euch da würcklich einOrthseye bereitet / in euch selber je länger je mehr zuverstärcken- Dann ein-mahl auch dadurch wird die Begierd nach dem Himmel erst recht feuerigund brünstig gemachet/ wann wir ihn in einem recht großmüthigen Ver-trauen /, als recht unser eigen / anschauen können. Das ist Wind in unsereSegel/ und unter unsere Flügel / selbigem desto eilender und reichendernachzujagen / alles dessen/ das dahinden ist/ zuvergessen / und unsnach dem/ das davornen ist/zustrecken/ und zusagen nach demvorgeseztcn Zieh! / nach dem Lleinod der Beruffung Gottes vonoben herab in Christo Jesu. Dieses Vertrauen aber wird nirgends ^ *: 14.dnrch übermahl krafftiger gestärcket / als durch einen ämsigen Fleiß eineshimmlischen Tugend-Lebens/und einerrecht thätigen Gottseligkeit. Danneinmahl erst die / die vortrefflich sind in heiligen Wandlungen undGottseligkeiten/ die warten und eilen zu der Zukunfft des TagesGottes / an welchem die Fimmel durch das Feuer aufgelöset/ und «die Elemente vor Hiz zerschmelzen werden. Erst denjenigen / die '«den hieran allen Fleiß wenden/ daß sie in ihrem Glauben darrei-chen die Tugend / in der Tugend die Erkantnu» / in derErkant-nus die Enthaltung ihrer selbs / in ihrer selbs Enthaltung die Ge-^dult/ in der Gedult die Gottseligkeit/ in der Gottseligkeit die brü-derliche Liebe / und in der brüderlichen Liebe die gemeineLiebe/wird der Eingang in das ewige Reich unsers Herren und HeylandsJesu Christi reichlich dargereicht werden. Sonderbar aber ha!-^!?'' ^
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