Band 
II. Tomus.
Seite
1979
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Gchätz-Gammlern. Match. VI. 22.2z. 727

Jesu das Schatz - sammeln auf Erde zuverlai-den/ und hingegen das Schatz-sammeln im Him-mel zubelieben.

l. Belangende dann vorderst den buchstäblichen Verstand ver-lesener Texts-Worten/ so sagt der Herr Jesus: Das Aug ist des Lei.des Licht, wann nun dein Aug einsaitig seyn wird / so wirddein ganzer Leib heiter seyn. wann aber dein Aug bös seyn wird/so wird dein ganzer Leib finster seyn. wann nun dasLlcht/dasin dir ist/ Finsternus ist/ wie groß wird dann die Finsternus seyn?

Das Aug /sagt er/ ist des Leibes Licht. Das Aug ist dasallercdlesteund künstlichste Glied an dem gantzen menschlichen Leib / so künstlich / daßes bey den Philosophis selber für ein Wunder-und Meister-Stuck derWeisheit und Allmacht des ewigen Schöpfers passiret/ und ausdemsclbi-gen / und seiner nähern Einsicht und Beschallung auch insbesondre/vonselbigen ein kräfftiger Beweis-Grund für das Wesen dcsselbigen/oder fürdas Seyn eines Gottes Hergenohmen wird / und schon längsten vornemlichauch von dem alten Medico und philosopho/ Gale.io/hcrgenohmen wor-den ist. Dem Menschen gicbet es einen unendlichen Nutzen/und daher istes ihm aus allen seinen Gliedern bald das allerliebeste. Die Lateiner/wann sie durch ein Sprüch-Wort eine gar hertzliche Liebe gegen jemandaustrucken wollen/so sagen sie/ selbiger seye ihnen iplisluisocuiiscbznor,lieber / als ihre selbseigene Augen. Der Herr Jesus selber betrachtetes in dieser Absicht / wann er sagt: wann dich dein rechtes Aug är-geret/ so reiß es aus / und wirst es von dir. Kein Wunder. Das Mattb.; r».Aug ist des Leibes Licht. Es ist in dem menschlichen Leib / der klei-nen Welt/dasjenige/was die Sonne ist in der grossen Welt. Die Son-ne ist das grosse Aug der Welt/ und das Aug die kleine Sonne des Leibs.

Es thut dem menschlichen Leib die Dienste und den Nutzen/den die Sonnethut der grossen Welt/ oder den ein Licht bey dunckler Nachts-Zeit thuteinem Hause / das es beleuchtet/ und zu der Bewohnung und dem Ge-brauch des Menschen in viele Wege bequem und dienlich machet. DasAug ist des Leibes Licht. Es dienet dem menschlichen Leib dazu /wozu eine brennende Kertz / oder angezündeter oder Fackel/die-

net ein em in der Finsternus irgendshin gehenden Menschen. Es leuchtetund zündet ihm/und zeiget ihm den Weg/den er gehen sol/u. f. s wannnun dein Aug einfältig seyn wird ; wann das Aug eines Menschenfrisch und gesund / und wol bestellet ist; wann es einsaitig / und nichtsdarin« ist / was zu dem Aug nicht gehöret; wann kein Sand/ oder Staub

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