Band 
II. Tomus.
Seite
2022
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_ Zweyen Herren dienen unmöglich.

Und so ist euch wiederum / ihr geltzige Schatzsammler aufdieserErde/ die Naltvitat gestellet/ das Conterfait ist euch gemachct/ der rechteName ist euch gegeben / nicht etwann von einem Menschen / sonder vondem grossen und ewigen Heyland Jesu Christo selber. Ihr sevt nemlichnichts anders / und wann ihr gleich in der Welt was noch so grosseswäret/ als elende/ miserable/arbeitselige Sclaven des sündlichcn Oel-götzen Mammons / und folglich des laidigen Teufels selber. Dann derstehet hinder Mammon. Der Götz Mammon ist eigentlich in derl.Tvr.r:». Welt nichts / aber der Teufel ist etwas. Der ist der Gott dieser Welt,der Fürst dieser Welt. Der sagt durch Mammon zu euch/ wie ehedessenzu Christo: Dieses alles wil ich dir geben / wann du niederfallest,Matth. 4:§. und mich anbötest. Die Heyden selber haben darum den pimon, densie gehalten für den Gott der Rcichthummen/ auch zugleich gehalten fürden Abgott der Hölle. Dem dann/dem dienet ihr eigentlich/in dem ihrjenem dienet; Ach wie könnet ihr dann zugleich Gott dienen? Gewißihr möget dießfals einwenden was/ und klügeln wie ihr immer wollet und kön-net; Ihr möget noch so lang sagen: Ihr sammelt zwahr freylich Schazeauf Erde, aber darum höret ihr nicht auf/ Gott/so wol als andere/zu-dienen, so ist dieses alles eitel. Jesus selber widerleget euch. Er windeteuch diesen Rohr-Stab Egypti aus den Handen / und sagt euch in dasAngesicht: Niemand mag zweyen Herren dienen: dann entwederwird er den einen hassen / und den andern lieben, oder dem einenwird er anhangen / Und den andern verachten. Ihr/ ihr elende/ihr arbeitselige/ möget nicht Gott und dem Mammon dienen. Derdann / dem-ihr dienet, wird euch zuletst auch für euern Dienst belohnen.Des Teufels Danck wird euch noch wol / und euere zeitliche Unruhe mitewiger / euere indische mit höllischer vergolten werden. Wir lesen in denReisbeschreibungen/daß die Indianer/ als die Spanier nun in ihrLandegekommen / und jene gesehen / wie hoch diese das Gold und Silber halten/geglaubt: Gold seye der Spaniern Gott. Ach seyt ihr gleich keineSpanier / fo ist doch wahrlich das Gold euer Gott. Dann dasjenige ein-mahl/ dem der Mensch sein Hertz giebet/ ist und bleibet / so lang er solchesthut/ sein Gott. Ihr feyt darum auch ja gewißlich die grösseste Götzen -diener/ die grösseste und schnödeste Uebertretter hicmit des ersten Gebotts/in dem es heiffet: Du solt keine andere, oder fremde Götter vor mirhaben. Dann was konte wol für ein fremderer Gott seyn / als der/denman aus der Erde herausgrabet? alsein solcher Gott/den die Schabenund der Rost fressen / und die Dieben durchgraben und stahlen?

Wir haben droben über die Worte Christi: Sammelt euch nicht Schäze