Band 
II. Tomus.
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8 o6 So rgen der Nahrung sind unvernünfftig _

danckbahre Leuthe/ da Gott billich über soltezörnen? Bekennen

müssen wir/ daß er uns das grosse und meisse vonselbsundun-gebären gegeben habe/ und wollen ihm doch nicht trauen / daß eruns auch das geringere geben werde? Es solce ja einem reichenMann wehe thun/ wann er dir tausent Gulden hatte geschencket/daß du dich nicht so viel zu ihm woltess versehen / daß er dirauchein alt par Schuhe wurde schenckcn. Eben also thun wir in derWahrheit gegen unsern Gort im Himmel / wann wir für essen undtrincken sorgen / da wir allbereit Leib und Leben von ihm ge-schenkt bekommen haben. Bis hiehardieser kecke Reformator. Wieviel Trost aber jez aus diesem allem abfließe für Gottes/ nach der ihnenvon Gott anbefohlenen /.bgestattetcn Sorg und Arbeit/ doch noch etwannum Speis und Kleider allzusorgfältige Kinder / und wie viel Beschämungfür alle dießfahls gar trostlose und ungläubige Angster / Grochser undSorger/ das ist aus dem angehörten / ohne fehrners ausführen/klahrvonsich selbften. Gleichwie aber /nach dem/das bewiesen worden /solche Sor-gen sind unvernünfftig und undanckbahr / so sind sie auch thöricht undungläubig. Das zeiget der Herr Jesus garkräftig und beweglich in demAndern Grund seiner Abmahnung / den er herführet von den Vögelndes Himmels / und von den Lilien des Feldes / und von des MenschenVortrefflichkeit vor selbige aus. Hievon nun heißet esVers26.28.29.zo.unsers Tepts also: Sehet an die Vogel des Himmels : dann sie sayennicht / und ernden nicht / sie sammeln auch nicht in die Scheuren/und euer himmlische Vater ernehret sie doch. Seyt ihr nicht vielbesser dann sie? Lehrnet/wie die Lilien des Feldes wachsen. Siearbeiten nicht / und näyen nicht. Ich aber sage euch/ daß auchSalomon in aller seiner Herrlichklic nicht/als dieser eine/bekleidetgewesen. So aber Gott das Gras des Feldes/ das heut siehet/und morgen in Ofen geworffen wird / also bekleidet/ wird er dasnicht vielmehr euch thun/ ihr Kleingläubige? Herrliche UNd leben-dige Worte / die wir anfangs auch dieser Stunde gedachten gegen E. And.zuverhandeln. Allein weil die Zeit allbereit zimmlich dahin/ und diese Worteselber einer besondern Verhandlung wol würdig/als wollen wir/mehrererKürtze wegen / selbige bis zu einer solchen lieber verspahren/ und aus dembis dahin angehöreten dießmahlen nur noch im einten und andern unseremehrere Erbauung aufsuchen.

Isi nicht das Leben mehr/ dann die Speist/und der Leib mehr/dann die Kleidung ? So redet der Herr Jesus in den verhandelten Wor-ten unsers Texts / und so giebt er uns in mehrerem Nachsinnen an die Hände

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