Band 
II. Tomus.
Seite
2182
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9is Z eitlicher Sorgen mrnüze Eitelkeit / undheydnisthe

. . wieder/ ihr Menschen-Linder. Und Met da nicht einwerffen weder

so r- hjejegjgen Sprüche Heil. Schriffk/ da von Verlängerung/ oder auch Vev-kürtzerung des menschlichen Lebens etwann viel geredet wird / noch das Exem-pel des Königs Ezechia/ dem Gott aufsein Bitten und Flehen funfzehen3«s r»;; ^Zahre zu seinem Leben hinzugethan. Dann waS angehet jene Sprüche/so müssen selbige nicht mit Absicht aus Gottes unveränderlichen Rathschluß/sonder auf den natürlichen Anschein und daS Beduncken der Menschen/ver-standen werden; Und was betrisset Ezechiä Exempel/so ist dieZeit seinesTodes / nemlich fünszehen Jahre nach seiner damahligen Kranckheit/dereinige Termin / oder das präcise Zieh! gewesen/welches ihm Gott schon inseinem ewigen Rathschluß zu seinem Leben bestimmet hat/und dabey ist esauch unveränderlich geblieben. Das erscheinet sich klahr daraus. Ezechia»hatte damahlen / als er st kranck gelegen / nocl) keinen Stuhl-Erben. DannEs -I'l Marmsses / sein Sohn/ als er jetz Lönig geworden / erstzwölfIahre'' alt gewesen / folglich erst drey Jahre nach dieser Kranckheit gebohren wordenist. Wäre aber Ezechias dazumahl gestorben/ st wäre auch in ihmdaskönigliche Geschlecht der Stuhl-Erben Davids /das doch bis aufdie Zeitendes Herren Messice in dieser Linien sollen fortgepsiantzet werden / ausgestor-ben. Ja wäreEzechias damahls gestorben/ wo wäresein Urenckel Josmsgeblieben/der doch laut derVorsagung jenes Propheten zu Bethet: Siehe/es wird dem Hause Davids ein Sohn gebohren werden /mit Na-r 8eg.l; ».wen Sofias/ der wird aufdir opfeen die Priester der Höhenen/U.s.si' 'nothwendig noch gebohrm/folglich auch seinem Ahn-Herren/dem Ezechiädas Leben so lang /bis er einen männlichen Erben/auS dem Jostas herkomensolte/bekommen / mußte gefristet werden. Und st wäre des Jesaja Wort anEzechiam : Bestelle dein Haufe/dann du must sterben/ und wirstnicht lebendig bleiben / nicht ein absolutes/ sonderest bedingtes Wort/wiec. jenes Wort Jonee : Ninive wird in vierzig Tagen umgekehret wer-' den. Wodurch Gott der Herr in Ezechia ein einbrünstigeS Gebät um Ver-längerung des Lebens hat erwecken wollen / alSdas rechte Mittel/dadurcher sein Leben bis auf das ihm von Gott gesteckte Zieht/nemlich nochfünf-zehen Jahr e lang / erhalten konte. So ist auchdannethin eitel /mit jenemHolländischen Medico/Joh. Beverovicio/ glauben/daß/wann dem stwäre/ hiemit aller Medicorum Kunst und Mühe/ auch der Gebrauch alleranderer Lebens - Mitteln umsonst seyn wurde. Freylich sind sie umsonst /wann Gottes Termin jez auSgelauffe« / aber nichtzuvor. Weil uns aberdieser Termin verborgen/ st brauchen wir beydes Achet und Lebens-Mittelso lang/ bis uns selbigerdurch den Tod selber bekantgemachet wird/und dasnach der weisen Anordnung Gottes / der die Mittel dem Zweck jederzeit sub-