926 Veshimmlischen Vaters Allwissenheit ein kräfftigev
was grosses ist es dann nicht / Gottes Kinder/ und des Königs aller Kö-
nigen Erb zuwerdm/ da zwischen dem und uns ein weit unendlicherer Un-terscheid ist / als zwischen dem gröftsten Welt-Monarchen und einemHund/ einer Floh/ einer Spinn/ einem Heuschräcken? Der Menschdann / der diesem recht nachsinnet/ und einerseits zwahr des MajestätischenGottes höchste Herrlichkeit/ anderseits aber seine eigene verächtliche undtieffeste Niedrigkeit vernünftig erwieget/ mochte sich wol hierüber in seinenGedanckcn verliehren. "Johannes/ der liebe Schoos-Jünger unsersübergebenedeyeten Erlösers/ ruffet deßwegen allen Kindern Gottes vollErstürmung zu: Sehet/ sehet doch/ sehet/ was grosser/ ^«A-^.waSunbegriefflicher und erstaunlicher Liebe uns / uns armseligen Erden-Wür-men/ und ohne das ewig verlohrcnen Hollen- Kindern/ der Vater/ Gottder himmlische Vater/ das Wesen aller Wesen / der stlige und alleingewaltige / der Lönig der Lönigen/ und Herr der Herrschenden,der allein die Unsterblichkeit hat/ der da wohnet in einem Licht,zu welchem niemand kommen kan / den kein Mensch gese-i,Lim>s:,;. hen hat/ noch sehen mag / dem die Ehre und ewige Lrafst eigenist/ gegeben hat / daß wir Linder Gottes heissen Gewiß/einmeh-
»-2od.r:-. nrs uns Gott nicht geben/und inniger hätte er uns nicht lieben können.Viel wäre es gewesen/ so er uns einfältig gemachet hatte zu seinen Knech-ten/ und sich geheißen unsern Herren/ aber ein weitmehrers wäre es/daßer uns machen wollen zu seinen Kindern und Erben. Wir sind GottesCreatoren/ und können unmöglich zu Göttern werden. Da uns nunGott nicht in sich selbs konte verwandeln / so hat er uns doch zu feinen Kin-dern und Ebenbildern verwandelt. O Liebe! O Herrlichkeit! O Wun-der über alle Wunder! Wa» ist der Mensch / heiffetesdabillich/daßdu seiner gedenckest/ und des Menschen Lind/ daß du dich stinerMl. rrr. arrnihmrst? Dieses Wunder ist auch darum desto grösser / weil solchesznerreichen/ es Gott gekostet hat eben viel / ein weit mehrers / als Himmelund Erden zuerfchaffen. Dann dieses kostete ihn ein einiges Wort / undjenes seinen einigen und eigenen Sohn. Dieser Sohn/ dieser theure/Göttliche / ewige Sohn / dieser Glanz der Göttlichen Herrlichkeit,Hür, - r und das Ebenbilde seiner versön / mußte ein armes Menschen-Kind/ja ein wäinendes Kripfen-Kinv werden / damit wir elende und arbeitseligeMenschen/ jaHöllen-und Sathans-Kinder wurden selige Gottes-undHimmels-Kinder. Ach/ meine Brüder/heißet es nichtauchda: wel-cher seinem eigenen Sohn nicht verschohnet / sonder denftlbigenfür uns alle dahin gegeben hat/wie konteeruns nicht auch mit ihmsrm>r:r-. alles schencken ? Solle den / den nicht geranen/ für uns dahin zugeben
ganze