Band 
III. Tomus.
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_breite Lust - und L aster-Weg. Match. VH. 1 3.14. 291

die Sünder mit seinem Blut von Tod und Hölle habe erlöset / daß dasMerck des Heil. Geistes seye/ dieselbigen zuhetligen/ob sie gleich dieser Hei-ligung in sich selber niemahl nachspühren. Sie glauben insbesonder vondem Sohn Gottes / daß selbiger in der Zeit seye ein Mensch/von dem Heil.Geist empfangen / und aus Maria der reinen Jungfrauengebohren worden/daß er habe gelitten unter Pontio Pilato/ daß er seye gekreutziget wordenund gestorben/daß er seye begraben worden/ hinabgefahrenzurHöll/undam dritten Tag wiederum auferstanden von den todten/ daß er seye genHimmel gefahren / daß er da sitze zur rechten Hände Gottes seines himmli-schen Vaters / und von dannen auch wiederum kommen werde zurichten dielebendigen und die todten; daß da seye eine heilige allgemeine ChristlicheKirche. Sie glauben Verzeihung der Sünden / Auferstehung des Leibs,und ein ewiges Leben. Als welches der eigentliche Jnnhalt der zwölfArtick-len des Christlichen Glaubens ist. Sie glauben aber auch nicht seltenemmehrers/ nemlich alles das / was über das in den besondern Catechismis undConfessionen derjenigen Kirchen/ denen sie äusserlich beygethan sind/vonnoch so vielen andern Lehr-und Glaubens- Puncten/ z. Er. in unsererKirche in der Helvetischen Glaubens-Bekantnus ist verfasset. Endlich glau-ben sie auch / Jesus seye für sie gewiß und sicher gestorben / und habe ihnendurch seinen Tod Himmel und ewiges Leben verdienet. Sie glauben / die-ser Glaube allein mache sie gerecht/und darum bilden sie sich ein/sie wolle«auch durch selbigen allein selig werden/ und ob sie schon ihrgantzLebrnlangwenig gute Wercke gethan / sonder immer auf dem breiten Höllen-und La-ster-Weg herum gesprungen und gedantzct/so wollen sie doch am Ende ihresLebens/ wann sie setz fühlen / daß sie bald sterben müssen/nur geschwind an-fangen/diesen Glauben ein wenig rege zumachen/aufseine Art Büßzuwür-ken/ Gott diesen Glauben aufJesum und die Barmhertzigkeit Gottes in ihmausweisen / und ausrüsten: O Gott / sey uns armen Sündern gnädig!so werde es nicht fehlen können/ Gott müsseseine Barmhertzigkeit an ihnengroß machen / und sie / ohngeachtet der so lang von ihnen zur Geilheit miß-braucheten Gnade Gottes / und des mit Füssen getrettenen und für gemeingehaltenen Bluts des Herren Jesu Christi/ in den Himmel aufnehmen. Se-het/ das ist in einer Summa der Glaube solcher Menschen. Jstaber dasnicht ein weiter Glaube ? Eine solche Pforte ist ja wahrlich N-VX1,

eine nicht nur Angel-sonder/ wie das Wort des Grund-Texts eigentlichbedeutet/ Gassen - und Straffen - weite Pforte , mit deren jene grossepforce Nicanors in dem Jerosolymitanischen Tempel/item alle Pfor-ten des Römischen Capitolii/ und so vieler Römischen Triumph Bögen /an weite und Breite nicht zuvergleichen; so weit / daß auch der dickeste

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