772 _Der Christ betrachtet als ein weiser
und haben die winde gewayer, und an dieß Hause gestossen, undes ist nichrgefallen: dann es war aufden Leistn gegründet. DieReichthum/ die dieses Glück ausmachen / sind ewig / die Herrlichkeiten ewig/die Wollüste ewig. O glückselige Seelen dann / die ihr Glück nunmehr svweit gebracht/ und ihre gewisse Seligkeit so liess in den Felsen Jesum eü^qeftrrcket haben / daß sie alle Plaz-Regen und Wasser-Fluchen/ so gegenselbige anspühlcn/alleWindpntsche auch/so dagegen anstürmen / mit Sülleund Sicherheit/wie der Eys - Vogel ab seiner hohen Meers - Klippen/ an-schauen können! Ach was giebct das ihnen nicht für eine geistliche Helden-und Großmüthigkeit mitten unter allen Zeit - Veränderungen ? Lasset rann/s so bevestnete Kinder Gottes/ in der Welt alles unter über sich gehen/ja sie selber gar in Stucken fallen/ die Himmel mit Rrachen zergehen,und die Elemente vor Hiz ausgeloset werden. Ihr seyrs doch/die ihrin den Höhnen wohnet, und deren Gicherheu in den vesten Felsen2es. seyn wird. Euer ewiges Heil bleibet / durch den Glauben an eueren Je-siim/ an diesen unbeweglichen Felsen selber so vestangeklammert/daß wannschon die steiffe Erde erzitterte/und die Fundamente der Bergen zuschwamken begunnen / selbiges doch von keiner Bewegung weiß. Lasset den Teufelauch über das mit seinem ganzen höllischen Wütis- Heer toben und rasennach seinem Gefallen. Er kan damit doch nichts anders ausrichten / als ineuch etwann die einte und andere ängstliche Gedancken verursachen. Imübrigen hat es um das eigentliche Heil euerer Seelen keine Gefahr. Dieeinten und andern Ziegel kan er durch seine Windpülsche ab euern Tüchernwäyen /aber das Fundament muß er wol unangetastet bleiben lassen. Aufden Felsen Jesum seyt ihr durch Glauben und Liebe erbauet, und darumwerden die Pforten der Höllen, d.i. alle List und Gewalt des läidigenTeufels/ euch nicht mögen übergwälrigen. Wann der das Schloß euererSeelen bestürmet / ist es so viel / als wann eine Schahr kleiner Kindern diestarcke benachbarte Vestung Hohenrwiel bestürmen wolte. Ja lasset end-lich einbrechen die lezte Todes- Stunde selber. Auch die kan euern Gnaden-Stande nicht erschüttern. Der muß hingegen durch selbige nur desto mehrbevcstnet/und das stroherne und läimerne Haust dieser indischen Hütten,dessen Fundament aus Graub ist, und das von den Worten wirdJod.«:.?, zermalmet werden , da zwahr eingeriessen / hingegen aber euere Seelemit der Behausung, die vom Himmel ist, und nach deren thr so lang-.Cor.5:-. Wv M aestuster habet/ Überkleider, und ihro jenes neue Lied zu Lobeuerem Gott in den Munde gegeben werben: Ich habe vest aufdenHerrengeharrer, und er hacstch zu mir geneiger,und mein Schreyenerhörr, und er hat mich aus der ungestühmen Gruben heraus ge-zogen