Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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Z8 Historie der Farben.

Hiernächst untersuchte ich anstatt kleiner Aeste,Stücke von unterschiedlichen Holzarten, welche vonden Stämmen der Bäume selbst genommen waren.Auch hier sahen sich die verschiedenen Kohlen untereinander gleich, und waren in dem Grade ihrer Farbevon denen aus den Zweigen bereiteten kaum zu unter-scheiden; aber überhaupt waren sie etwas härter,und wenn man sich ihrer als Reißstifce bedienen woll-te, so ließe es sich nicht so leicht -armit zeichnen.In der aus diesem Umstand herkommenden Vermu-thung , daß die Härte der Kohlen mit der von demSubject, worvon sie wären bereitet worden, in Ver-hältniß stehe, stellte ich noch fernere Versuche an, wel-che diesen Begriff zu bekräftigen schienen. Die Koh-len von den härtern Hölzern, Buchs und Franzosenholz,waren um ein gar merkliches härter, als die vonweichem Holz; die Schalen und Steine der Früchtegaben noch wett härtere Kohlen, wormit sich aufdem Papier fast gar nicht zeichnen ließe; da indessendie Kohlen der Kerne und Früchte ganz weich undmürbe waren.

Aus diesen Experimenten ist zu Messen, daß derVorzug der einen Art von Holz vor einer andern umReißstifte daraus zu machen, nicht sowol von einerVerschiedenheit in der Farbe in den Kohlen, als vonihrer Weiche abhänge; in welcher Eigenschaft viel-leicht keine von unsern gemeinen Holzarten der Weidegleichkommt. Dr. Grew bemerket in seiner Anato-mie der Pflanzen daß in diesem Holz die Weiche inallen Theilen durchaus gleich sey; daher hat man mit

dieser