Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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148
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Historie der Farben.

Nutzen, weil das Blaue zu der Hervorbringung derschwarzen Farbe wesentlich gehöret; denn ohne entwe-der einen blauen Grund, oder einen blauen Zusatznach dem Vitriol und dem Gallus, erhaltet man nichtsanders als braune Farben. Es giebt Mittel (sehethernach No. 7.) diese nothwendige Bläue zugleich mitdem Vitriol und den adstringirenden Materien auf dieZeuge zu bringen; aber so erhaltet man eine wenigerdaurhafte Farbe, als wenn dieselbe auf einen Grundvon Endich oder Waid aufgetragen wird.

4. Gewöhnlich lassen die Färber an den Endender Tücher einige blaue Flecken übrig, indem sie StückeBley an denselbigen befestigen, wordurch sie vor derWirkung des schwarzen Liquors beschützet werden, undhierdurch beweisen sie, daß das Stück regelmäßig aufeinen blauen Grund gefärbet worden, und also zu er-warten sey, die Farbe werde dauerhaft ausfallen.Dieses laßt sich mit grösserer Sicherheit entdecken,wenn man einen kleinen Abschnitt von dem schwarzenTuch einen bis zween Tage in Wasser eintauchet, wel-ches mit ein wenig Vitriolöl säur gemacht ist; odernoch geschwinder, wenn man es blos eine Viertelstundelang in einer Solution von Alaun und Weinstein,kochet, da man von jedem der Salze eine Unze zu ei-ner Pinte Wasser zu nehmen pflegt. Da ein grosserTheil der schwarzen Materie durch die salzichten Liguo-res zerstöret oder aufgelöset wird, so muß das Tuch,falls man demselben zuerst einen blauen Grund gegebenhat, eine schwarzblaue Farbe zurückbehalten; da eshingegen, wenn es gleich von dem Weißen ist gefär-bet