Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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i Historie der Farben.

worden, die allerletzte Zuflucht bey Tüchern, welcherFarbe durch allerhand Zufälle ist beflecket oder ver-dorben worden.

6. Die fürtrefliche Verordnungen für die Fran-zösische Färber, welche auf Colberts Befehl sind auf-gesetzet und herausgegeben worden, schreiben vor, dasschon gebläute Tuch in einer Grapp - Küpe durchzuzie-hen. Um die Farbe des Grapps zu befestigen mußdas Tuch zuerst mit Alaun und Weinstein abgesottenwerden; und da diese Salze nothwendig -arzu beytra-gen müssen die üblen Eigenschaften zu vermehren, wel-che man von der schwarzen Farbe selbst herzurührenglaubte, und die man mit allem Fleiß zu vermeidensucht, so dörfte man leicht auf die Gedanken kommen,daß der Grapp einige besondere Vortheile verschaffenmüsse, welche den darvon herrührenden Unvollkom-menheiten und dem Zuwachs der Unkosten das Gegen-gewicht zu halten vermögen. Gleichwol hat sich beygenauen Versuchen nicht gezeiget, daß derselbe zu derSchönheit oder der Daurhaftigkeit des Schwarzen dasgeringste beytrage. Herr Hellot versichert, er habeein Stück Tuch dunkelblau gefärvet, die eine Hälftedarvon durch den Grapp gehen lassen, und hernachbeedes die grappirte und ungvappirte Hälften in dernämlichen Küpe schwarz gefärbet: Beede erhielten ei-ne schöne schwarze Farbe, aber die ungrappirte Hälfte,sagt er, ist offenbar die beste gewesen, da die andereetwas von einer Rostfarbe an sich hatte. Der besteWeg eine Vergleichung anzustellen ist, indem manMüsterqen von den gefärbten Stücken mit ihren Flächen

nach