Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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Siebender Abschnitt. 1^9

ras Miölon nichts anders sey/ als das Varenträublein(17va urli) welches seit kurzem wegen seinem medi-cinischen Gebrauch in Deutschland sehr geschahet wird.Eine Portion von dieser Pflanze ist aus Deutschlandherübergebracht worden, damit selbe auch in diesemLande in Ansehung ihrer medicinischen Kraft mochtegeprüfet werden: selbe wird auch in einigen von un-sern botanischen Gärten gezogen, und Falls die Fort-pflanzung derselben von einiger Wichtigkeit sollte be-funden werden, so würde sie ohne Zwerfel auf vie-len von unsern gegenwärtig dürren und unfruchtba-ren Hügeln gut fortkommen.

Ein fremder Correspondent hat mich berichtet,man sage, daß die I7va urli in England zum Schwarz-färben angewendet, und zu diesen! Ende von HudsonsBaye hergeholet werde. Ich kann nicht finden daßdiese Pflanze oder irgend eine andere von Hudsons Bayebey unsern Färbern oder Materialisten bekannt sey;aber die zwo vorher hierüber angeführte Stellen gebenwegen dieser Nachricht hinlängliche Erläuterung.

Mit der aus Deutschland herübergebrachten 17 vaurli habe ich sowol an weißem als an blauem Tuch,genau nach der Schwedischen Vorschrift Versuche an-gestellt; zuerst kochte ich das Tuch mit Vitriol undWeinstein, und hernach mit einem Decoct von derl-lvL urli; auf dem blauen Tuch erhielte ich ein er-träglich gutes Schwarz, aber auf dem weißen erfolgteeben so wie mit andern Adstringentien nur eine dun-kelbraune Farbe. Den Versuch wiederholte ich ohne

L s Zusatz