Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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170 Historie der Farben.

Zusatz vo» Grapp, und mit einer Abänderung in derOrdnung, nach welcher ich die übrigen Ingredienzenbeybrachte, daß ich nämlich das Tuch zuerst in einemDecoct von urli absötte, und erst hernach denVitriol und Weinstein zusetzte: Durch diese Art zuverfahren habe ich, wie vorhin, auf blauem Tuch einziemlich gutes Schwarz erhalten, aber das weiße wardwiederum braun. Nach diesem habe ich auch denWeinstein ganz weggelassen, und konnte nicht bemerken,daß der Abgang desselben in der hervorgebrachten Farbedie mindeste Veränderung verursacht hätte. Alle die-jenigen Proben, so mit der urli und Vitriolwaren braun gefärbet worden, haben vermittelst desDurchziehens durch eine Blattholz - Küpe eine schwarzeFarbe erhalten; aber ohne entweder einen Zusatz vonFarbholz, oder einen vorläufigen blauen Grund, warkeine wahre Schwärze hervorzubringen. Ein Färber,bey welchem ich mich diesertwegen Raths erholte, hateinige Versuche über die k7va urlr für mich angestellt,mit dem nämlichen Erfolge; woraus erhellet, daßsich mit dieser Pflanze und Vitriol keine schwarzeFarbe zuwegebringen lasse, eben so wenig als mitandern Adstringentien.

Wenn ich einem starken Decoct von I/vn urstgrünen Vitriol zusetzte, so bemerkte ich eine Erschei-nung , welche sich bey den Galläpfeln gar nicht zuzu-tragen pflegte, und welche ich mich, in einem so be-trächtlichen Grade, bey irgend einem der übrigen star-ken Adstringentien gewahret zu haben nicht entsinne.Anstatt des durchaus gleichförmigen Aussehens der ge-meinen