Historie der Platina.
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Eine halbe Unze Platin«/ eben soviel Schwefel-blumen / und eine Unze reines Weinsteinsalz wurdenzusammen, in einem nach voriger Weise sorgfältigverkleibten Tiegel zwo Stunden lang in ein heftigesFeuer gebracht. Bey Eröfnung des Tiegels schienedie Materie geflossen zu seyn, sahe auswendig gelb-lich aus, und nach dem Zerbrechen kamen hin undwieder röthliche Kristallen zum Vorschein: Sie warübrigens blättericht, gleich dem in Deutschland unterdem Namen Eisenrahm bekannten Mineral. Mangösse heiffes Wasser darauf, und dieses ward so langwiederholet, bis der Liquor keine Tinctur mehr er-hielte. Die durchflltrirte Lauge hatte eine gelbgrüneFarbe, gleich den gemeinen Auflösungen von Schwe-felleber. Nachdem die leichteren Theile von der un«aufgelösten Materie waren abgewaschen worden, saheder Ueberblieb ganz genau dem Eisenrahm gleich, erzeigte stch in Gestalt von breiten Schuppen, und warsanft anzufühlen: Darneben war er leichter als Pla-tina , mit welcher er weiter nicht die geringste Aehn-llchkeit hatte.
Vierzig Grane von dieser Materie hat er mit ei-ner Unze Salpeter gemenget nach und nach in einenrothglüenden Tiegel eingetragen: Kaum zeigte sich dasgeringste Verpuffen. Als das Feuer eine Stunde langwar unterhalten worden, mit Sorge das Hereinfallenvon Kohlstücken zu verhintern, hat sich in dem Tiegeleine graue, etwas auf dqs Grüne spielende Masse ge-funden, und nachdem solche mit destillirtem Wasserin Digestion gesetzt worden, hat die FWgkeit also-
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