Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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ZO8 Historie der Platina.

Seiten wären verschiedene Metalltheilchen zu gewah-ren, welche sich dem Auge gleich Heller Platina, undgegen ein spitziges Messer hart erzeigten. In diesemsowol als dem vorgehenden Versuche scheinet das Glasnichts von der Platina an sich genommen zu haben, weildie hierbey vorgekommne Veränderung sich nicht wei-ter erstreckt, als die Erfahrung zeiget, daß durch ei-ne geringe Beymischung von brennbarem Wesen könnezuwegegebracht werden.

z. Herr Marggraf theilet uns drey Versucheüber die Vermischung der Platina mit glasartigenKörpern mit. Fünf Drachmen pures Weinsteinsalz,zwelf Drachmen reiner kalcinirter und gewaschnerSand, eine Drachme kalcinirter Borax, zwo Drach-men Salpeter, und zwo Drachmen rohe Platinawurden zusammengemischet, und in verschlossenemTiegel etliche Stunden lang in heftigem Feuer unter-halten. Das Product darvon bestünde in einer glas-artigen , etwas dem Opal ähnlichen Masse, derenFarbe sich auf eine Meergrüne neigte: Die Platinaselbst, woran sich keine andere Veränderung äusserte,als daß sie etwas weißer gewesen, läge zum Theil aufder Oberfläche des Glases zerstreuet, zum Theil aberan den Seiten herum, und war mit einer besonderengläsichten Materie von dunkler Hiacinthfarbe umhüllet.

4. So untersuchte er auch das (Blatts. 289.)beschriebe, durch die Cementation mit Salpeter vonder Platina abgesonderte Pulver. Sechs Grane vondiesem Pulver wurden mit hundert und achtzig Grane

weißem