vierter Abschnitt. 307
XU. Platina mit glasartigen Rörpern.
1. Eine halbe Unze eines aus der Solutionmit Zinn niedergeschlagnen Platinapräcipitats habeich in einem eisernen Mörser, mit achtmal soviel ge-meinem Kieselglase zusammengeriebe», und die Ver-mischung in einen Tiegel gethan, welcher hernach be-decket, verklewet und in einen Windofen^ist gesetztworden. Das Feuer ward stufenweise verstärket, vndungefehr zehn Stunden lang mit grosser Heftigkeitfortgesetzt: Als hierauf der Tiegel herausgenommenund zerbrochen worden, hatte die Materie eine dunkleschwärzliche Farbe, war undurchsichtig, mürbe, undmit einer glänzenden, weißlichen Substanz untermen-get , welche offenbar metallisch gewesen. Wahrschein-lich war diese metallische Materie wirkliche Platina,und ist die Undurchsichtige und dunkle Farbe desGlases nicht diesem Metall, sondern dem in dem Prä-ripitate enthaltenen Zinn, einigen von dem Mörserabgeriebnen Etsentheilchen, oder andern zufälligen Ur-sachen zuzuschreiben.
2. Eine Viertelunze mit Alkali bereiteten Pla-tinapräcipitat habe ich in einem gläsernen Mörser mitzwelfmal so schwer gestoßnem Kieselglase untereinandergemalen, und die Vermischung gleich der vorherge-henden in das Feuer gebracht. Der Erfolg hiervonwar ein dichtes, trübes Glas, in dünnen Stückenziemlich durchsichtig, und zum Theil mit einem dün-nen , weißlichen Ueberzug bedecket. Gegen dem obernTheil der Masse, so wie auch ringsherum an den
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