Zi2 Historie der Platina.
Ueber dieses Experiment ist anzumerken / daßman bey dem darbey angewendeten Präcipitat diePlatina nicht als von der Beymischung anderer Me- "talle gänzlich befreyel ansehen dörft. Es ist offen- !
bar , daß Platinasolutionen Eisen enthalten , wie dar- !
aus abzunehmen ist, daß ste mit der Blutlauge eine-laue Farbe abgeben : Beedes feuerfeste und flüchtigealkalische Salze schlagen dieses Eisen aus der Solu-tion zugleich mit der Platina nieder; und da darne-ben ein Theil von der Platina aufgelöset bleibet / somag glaublich der Niederschlag eine grössere Propor-tion von Eisen enthalten, als in den Platinakörnernselbst vorhanden gewesen. Obschon das Eisen sich in !dem Zustand eines Kalks befindet, der sich durch das !Glas auflösen, mit metallischen Körpern hingegen,in ihrem voilkommnen Zustande, steh nicht vereinigenlaßt ist doch der Beytritt einer geringen Portionvost brennbarer Materie hinlänglich dasselbe zu reduci-reH, besonders da die Eisenkalke überhaupt, wie essteinet, Leichter wieder in ihren metallischen Zustand ^
herzustellfn sind, als die von irgend einem andern !
Metall. ZZie schwarze Farbe des Glases rührte oh- ine Zweifel vön-dem Eisen her; und es wäre sich garnichr darüber zu verwundern, wenn es steh bey fer»nern Versuchen zeigen sollte, daß Zubereitungen von !Platina vermögend seyn dem Glase alle diejenige Far- Iben mitzulheilen, welche sonst von dem Eisen selbstherznkommen pflegen. Wenn die Platina wirklichgeflossen gewesen ist, so kann man die Ursache darvoneiner Beymischung von dem gleichen Metalle zuschrei-ben: