Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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Z22 Historie der Platina.

entdecken. Äus denselben können wir schlüssen , daßin dem ttmfang dieser Abänderungen die Platina dieDehnbarkeit, oder Geschmeidigkeit des Zinnes ver-mindere , das Gewebe desselben gröber mache, undseine Farbe mehr oder weniger verderbe, nachdem siein grösserer oder geringerer Quantität beygemischetwird; und daß wenn die Platina ungefehr einenDrittel oder mehr von dem Zinn beträgt, die Dehn-barkeit , welche beede Metalle jedes besonders besitzen,durch die Verbindung des einen mit dem andern gänz-lich zerstöret werde. Die Verschiedenheit in den Far-ben ist auf dem Probiersteine so merklich nicht gewesen,als sie sich bey Gegeneinanderhaltung der Bruchstückevon unterschiedlichen Zainen 'gezetget hat; doch habensich bey genauer Besichtigung auch die Striche aufdem Stein in ihrer Farbe alle dunkler gezeiget, alsdie mit reinem Zinn gemachte, und zwar in einemhöhern Grade nach Proportion wie das Gemenge vonder Platina einen grossem Antheil hatte. In einemverschloßnen Zimmer in Pillenschächtelgen aufbewah-ret sind alle Stücke auf dem Bruch mit einer gelbli-chen Farbe angeloffen; andere Stücke hingegen, wel-che waren geschliffen und polieret worden, haben in ei-ner Zeit von zehn Jahren wenig Veränderung gelitten,die Vermischung von Platina und Zinn zu gleichenTheilen allein ausgenommen, welche beträchtlich trü-be und gelb geworden ist.

Merkwürdig ist, daß ungeachtet der geschwindenZerstöhrbarkeit des Zinns in dem Feuer, in den mei-sten der eben beschriebnen Schmelzprocessen bey dem-selben