Historie der Platina,
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fchlagene Retorte ohne zu zerschmelzen ertragen konn-te : Der Arsenik stiege noch immer weiß auf, aberdie Platinakörner waren nunmehr schwarz geworden,darbey aber blieben selbe noch immerhin geschmeidigund hatten ihr erstes Gewicht behalten. Eine DrachmePlatina, zwo Drachmen Arsenik, und eine DrachmeSchwefel wurden untereinander gemengt, und darmitauf vorige Weise verfahren; der Arsenik und Schwe-fel , indem sie sich miteinander aufsublimirten, haben,wie sie in dieser Proportion zusammengemischet ge-wöhnlich zu thun pflegen, ein xothes Gemeng abge-geben ; die Platina ward unterdessen schwärzlich, undhat zwey Grane, oder einen Dreißigstel ihres Ge-wichts mehr gewogen, als zuerst. Es scheinet dem-nach , daß nach dieser Art zu verfahren der Arsenikweniger auf die Platina vermöge, als in meinem,vorher angezeigten Versuche.
Herr Scheffer ist auf eine andere Art zu Werkegegangen. Die Platina ward zuerst in einem Tiegelfür sich selbst erwärmet, und als er hernach etwasArsenik darüber streute, sind beede unmittelbar zusam-mengeflossen. Er merket darbey an, daß Platinamit Arsenik eben so leichte fliesse, als Kupfer und Ei-sen zu thun pflegen, wenn sie mit Arsenik verbundensind; man habe darzu keinen Fluß nöthig; daß einTheik Arsenik für vierundzwanzig Theile Platina hin-länglich seye; und daß die auf solche Weise mit Arse-nik zusammengeschmolzne Platina spröde werde, undgleich dem mit Arsenik versetzten Silber auf demBruch grau aussehe.
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