Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
Seite
331
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Fünfter Abschnitt.

Bey Wiederholung dieses Versuchs hat sich gezei-get, daß es für den scharfsichtigen Autor , obschonihm auf keine Weise ein Versehen kann zur Last gelegtwerden, wegen der gar zu geringen Portion Platina,welche er zu seinem Versuche zu verwenden hatte, un-möglich gewesen, diejenigen Einschränkungen zn en»decken, mit welchen diese ausnehmende Wirkung desArseniks auf die Platina zu verstehen ist. Wennman sich nur weniger Körner von Platina zu diesemVersuche bedienet, so erhalten selbe vollkommen dasAussehen eines wirklichen Flüßigwerdens, aber beygrösser» Portionen zeigt sich öfter, daß das Flüssensich blos auf die Oberfläche erstrecke und nur unvoll-kommen sey. Eine Unze Platina ward in einemTiegel stark erhitzet, und Stücke von weißem Arsenikzu wiederholten Malen darüber geworfen, bis endlichder Arsenik an Quantität der Platina beynahe gleichkäme: Einige von den Körnern flössen in rundeTropfen zusammen: Der grössere Theil vereinigte sichin eine von denjenigen verschiedene Masse, in welchesich die Platina durch das Feuer für sich selbst zu bil-den pflegt; denn hier war die Oberfläche glatt undgleichförmig, und die Körner in dem inwendigenfester zusammenhängend. Eine andere Unze Platinahabe ich auf die nämliche Weise mit gleichem Er-folge bearbeitet: Die Masse hatte eine glatte Ober-fläche , gleich als ob die Körner vollkommen wärengeflossen gewesen: aber der inwendige Theil derselbenwar aus Platinakörnern in ihrer gewöhnlichen Gestaltzusammengesetzt. Beede Massen habe ich mit frischem

und