zz6 Historie der Platina.
hicrnächst den Zink in seinem gemeinen metallischenZustande. Auf eine Unze Platina, die mit Boraxbedecket und vor dem Gebläse in einem Tiegel stark !weißglüend war gemacht worden, habe ich eine gleiche !Quantität Zink aufgetragen. Es entstünde ein hefti- >ges Aufbrennen, und die Platina schiene fast augen-blicklich aufgelöset zu seyn. Da das Metall ohne >Anstand ausgegoffen worden, ist es ganz hurtig indie Forme geflossen, und hat fich hernach beynahe umeine halbe Unze leichter befunden; so da ', die Quan-tität von Zink, welche hinlänglich gewesen die Platinain vollkommnem Fluß zu unterhalten, sehr wenig mehrals das halbe Gewicht derselben betragen hat.
Ich habe noch mehrere andere Versuche von glei-cher Art angestellt, mit unterschiedlichen Proportionenvon den zwey Metallen, beedes bey schneller Hitze indem Gebläseofen, und in einem vermittelst eines Wind-ofens mehr stuffenweise verstärkten Feuer: Allemalhat der Zink ein kräftiges Auflösnngsmittel für diePlatina abgegeben, ungeachtet durch die zum voll-kommnen Flüßigwerden der Vermischung nöthige !Hitze viel von dem Zink ist verlohren gegangen. Als !eine Unze Platina und vier Unzen Zink in dem Ge-bläseofen, eben so wie in vorhergehendem Versuche,zusammengeschmolzen worden, hat der Verlust ander-halb Unzen betragen, so daß von dem Zinke wenigmehr als zwo Unzen mit der Platina verbunden zu- >rückgeblieben find. Diese Zusammensetzung wurdeauf eine andere Unze Platina eingetragen, welche ebenso wie die vorige mit Borax stark war erhitzet worden:
Das