Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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Fünfter Abschnitt. 335

Vier Unze» zartgepülverter Gällmey wurden mitzwo Unzen Holz - Kohlgestüp gemenget. Da ich öfterbemerket hatte, daß der Gallmey mit dieser Propor-tion von Kohle in dem Feuer eine etwelche Flüßigkeiterhalte , so daß zu besorgen wäre , die Platina möch-te durch denselben durchsmken; vereinigte ich das Pul-ver mit ein wenig dünnem Thon in eine Masse, welcheich in den Boden deS Tiegels niederpreßte: Ob dieserMasse ward der Tiegel ringsherum bis auf eine be-trächtliche ."icke mit Lutirung auSgestrichen, so daßin der Mitte nur noch eine ganz enge Oefnung übrigbliebe, um den Dämpfen deS Zinks einen Ausweg zugestatten, und in diese Oefnung ward nach gänzlichemErtröcknen der Verkleidung eine Unze Platina einge-tragen. Den Tiegel habe ich zugedeckt in einen Wind-ofen gebracht, und sechs Stunden lang ein ziemlichstarkes Feuer unterhalten. Nach dem Herausnehmenfanden fich einige Zinkblumen an dem Deckel angeses-sen , der grösseste Theil der Platina war in kleineglänzende Küqelchen geflossen, und diejenige Körner,welche ihre Figur noch behalten halten, erschienen mitganz zarten, kugelichlen Erhöhungen umgeben, gleichals ob fie just im Begriff gewesen wären zu zerschmel-zen. An Gewicht hatte ste mehr als um einen drittenTheil zugenommen, und hatte also von dem Zinkungefehr eben soviel eingeschlucket, als das Kupferzu thun pflegt, wenn eS nach dem gewöhnlichen Pro-ceß in Meßing verwandelt wird.

Nachdem ich gefunden, daß die Dünste des Zinksso kräftig auf die Platina wirken, so probierte ich

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