Z42 Historie der Platina.
Ausgiessen in die Formen allemal ein beträchtlicher !Theil zurückgeblieben/ und schiene das Silber sich bey labnehmender Hitze von der Platina abzusondern. !Wenn das Feuer stark genug gewesen ist, um alleszusammen in die Forme ausrugiessen / so hat sich im-mer ein Theil der Platina währendem Erkalten abge-sondert und zu Boden gesetzt, wenn nicht die Einguß-forme sehr breit gewesen ist/ so daß das Genieng fastunmittelbar gerinnen und erhärten konnte / ohne derPlatina Zeit zu lassen sich darvon abzuscheiden.
6. Auf gleiche Weise habe ich Silber mit un-terschiedlichen Proportionen eines Präcipitats von Pla-tina / welchen man durch den Zusatz von Quecksilberzu einer Austösung derselben in Königswasser erhaltet,geschmolzen. Auch hier ist der Erfolg mit dem vori-gen gänzlich übereingekommen: Das Metall ward inäusserst zarten Körnern umhergespritzt, welche gleich-sam in den Tiegel einzudringen geschienen haben.
7. Werden alle diese Umstände zusammengenom-men, so scheinet es, daß zwischen Platina und Sil-ber eine starke Abneigung statt habe. Auch HerrScheffer gedenket der Schwierigkeit beede miteinanderzu vereinigen, ungeachtet das Herumspritzen des Me-talls , welches sich in meinen Versuchen bey geringenQuantitäten nicht sonderlich merklich gezeiget hat, inden seinigen allem Ansehen nach gar nicht ist bemer-ket worden. Er sagt, es sey schwerer die Platinamit Silber, als mit Kupfer oder Bley zusammen-zuschmelzen ; man habe drey Theile Silber nöthig um
einen