Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
Seite
343
JPEG-Download
 

Fünfter Abschnitt.

34Z

einen Theil Platina vor dem Blasrohr flüßig zumachen; und die Vermischung behalte diejenige weißeFarbe, welche beede Metalle besonders besitzen, dar-neben aber werde sie hart und brüchlich. Bey allenmeinen Vermischungen mit grossen Proportionen vonPlatina ist die Farbe viel schlechter ausgefallen, als dieFarbe des Silbers ist: Nebst dem, daß sie sehr trü-be waren, hatten sie alle etwas von einer Schielungin das Gelbe; und dieses gelbliche Aussehen ist nochmerklich gewesen, wenn das Silber an Quantitätdie Platina um zwanzigmal übertreffen hat; aber einTheil Platina und dreißig Theile Silber haben einGemeng abgegeben, welches so weiß gewesen, alsdas Silber selbst, Keine unter allen scheinet ange-loffen zu seyn, oder die Farbe durch das Aufbewah-ren verändert zu haben.

IX. Platina mit Gold.

Die nahe und merkwürdige Uebereinkunft -erPlatina mit dem Golde, in vielerley Eigenschaften,welche man bisher als dem Golde allein zugehörig be-trachtet hat; die eben so augenscheinliche Verschieden-heit zwischen beeden, und die Gerüchte, daß dasGold durch die Beymischung von beträchtlichen Quan-titäten Platina öfter sey verfälschet worden, habenmich bewogen die Products dieser zwey Metalle durchdie Verbindung des einen mit dem andern in unter-schiedlichen Verhältnissen genauer zu untersuchen. DieProportionen sind nach dem Karatgewichte eingerich-tet worden, wie in dem siebenten Abschnitt von der

D 4 Historie