Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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349
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Fünfter Abschnitt. 349

schönsten gefärbet zu seyn, obschon der Unterschiedwirklich sehr wenig beträchtlich gewesen.

iz. Da eine geringe Portion von Kupfer dieFarbe des blassen Goldes etwas erhöhet, so habe ichPlatina mit achtmal soviel mit Kupfer legiertem Pro-begold , das ist, drey Theile Platina , mit zweyund-zwanzig Theilen Feingold und zween Theilen Kupferzusammengeschmolzen. Das Schmelzen ist eben so,wie in obigen Experimenten , bey starkem Feuer ge-schehen , in verschloßnem Tiegel, aber ohne Fluß,und darmit gegen eine Stunde angehalten worden.Das Metall fände fich mit einer schwarzen Rinde über-zogen , und hatte ungefehr einen zweyhunderten Theilseines Gewichts verlohnn. Es war viel trüber vonFarbe, viel härter unter dem Hammer, und risseviel ehender an dem Rande, als Vermischungen vonfeinem Golde mit weit grösser» Quantitäten Platina.Durch wiederholtes Schmelzen und öfteres Ausglüenist es etwas weicher und zäher geworden, so daß es sichin ziemlich feinen Drat ziehen ließe; aber immer blie-be die Farbe überaus finster, und gliche mehr schlech-tem Kupfer als dem Golde.

Aus diesen Experimenten erhellet, daß die Pla-tina dem Golde in Ansehung der Geschmeidigkeit vielweniger nachteilig sey, als den andern geschmeidigenMetallen, und ohne Vergleich weniger, als eS Bley,Zinn, Eisen, und die spröden Metalle in Absichtauf das Gold sind: Daß dieselbe in beträchtlicher Pro-portion beygemischet die Farbe des Goldes viel ärger