Z 54 Historie der Platina.
welche einander ebenfalls vollkommen gut annahmen;ob hier die Platina selbst, oder die Vermischung der-selben mit Silber gemeynet sey, ist aus dem Ausdruckdes Originals nicht deutlich abzunehmen, gleichwolscheinet von ersterer die Rede zu seyn. Die Zusam-mensetzung mit Kupfer, „da man selbe unter demHammer probieren wollte, ist in Stücke zerfahren,als ob es Glas gewesen wäre; aber nach wiederhol-tem Schmelzen bey einem stärkern, und eine Zeit langanhaltenden Feuer, da man zugleich etwas Salpeter,Quecksilbersublimat, und noch mehrere ätzende Sachendarüber geworfen hatte, ist dieselbe geschmeidig, undhernach in Ringe verarbeitet worden, welche manlange Zeit getragen hat, ohne daß sie die Finger be-flecket hätten; immer behielten selbe die gleiche Farbeund den gleichen Glanz, mit denjenigen, die mansonst in Spanien Tombagos nennt, welche auszween Theilen Kupfer und ein Theil Gold bestehen. „
Herr Scheffer hat eine Vermischung von Platinaund Kupfer zu gleichen Theilen probieret (No. i. invorgehenden Experimenten) worvon er sagt, sie seybeynahe so leichte geflossen, als das Kupfer für sichselbst zu thun pflege; und daß die Composition ziem-lich geschmeidig ausgefallen sey, so wie Vermischun-gen von Golde mit gleichen Quantitäten Kupfer:Es ist aber zu vermuthen, die allzugeringe Portionvon Platina, welche er zu diesem Versuche zu ver-wenden hatte, möchte in beeden Abstehlen zu einerIrrung Anlas gegeben haben. Er thut hinzu, daßwenn diese Composition durch ein starkes, über die
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