Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
Seite
358
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Historie der Platina.

Zs8

z. Eine Vermischung von Platina und Kupfer,jedes ein Theil und acht Theile Zinn, wurde nochweicher als die vorgehende, und hat sich unter demHammer etwas dehnen lassen. Zerbrochen hatte sieeine sehr unförmige Oberfläche, welche aus einergrossen Menge hellwcißen Blattern zusammengesetztwar. Sie hat sich nicht gut poliren lassen. DerBruch ist in kurzem angeloffen; der polirte Theilhat seine Farbe behalten.

Xlll. Platina und Eisen.

i. Eine halbe Unze Platina und eine Unze Eisen--rat habe ich in einem Heßischen Tiegel auf ein Bettvon GipS aufgetragen, und das Metall mit nochmehr Gips umgeben und zugedeckt: Nachdem es ineinem Geblaseofen, vor einem doppelten Blasbalge, un-gefehr eine Stunde lang war getrieben worden, fändesich der Tiegel grossen Theils verglaset, und hatte eingrosses Loch in einer Seite, wordurch das meiste Me-tall herauSgeflossen war. Das Experiment wurdevier bis fünf Male wiederholet, und doch ist keinevollkommne Verbindung der beeden Metalle zu erhal-ten gewesen, weil der Tiegel von dem GipS ist zer-fressen und verglaset worden, ehe das Eisen dünn ge-nug geflossen war um die Platina aufzulösen. Mankann anmerken, daß daS auf solche Weise geschmolz-ne Eisen sehr geschmeidig gewesen, ungeachtet viele sicheingebildet haben, daß geschmiedetes Eisen, wenn eszum Flüssen gebracht würde, mit dem gemeinen Guß-eisen von gleicher Natur sey.

2. Guß-