Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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z§6 Historie der Platina. !

zwo Stunden lang geschmolzen. Der Erfolg darvonwar ein schimmernder König/ welcher auf dem Bruchegraulich, aber auf dem Feilstrich ziemlich weiß ge-wesen , und achtundzwanzig Grane, oder gegen einenStebenzehntel mehr gewogen hat, als die Platina:Die Schlacke war von dunkelbrauner Farbe.

Hier ist der Zuwachs an Gewicht ein sattsamer ^Beweis, daß das Flüßigwerden der Platina einem !Einschlucken von Bley oder Arsenik aus dem Glase ^müsse zugeschrieben werden: In der schimmerndenOberfläche und der grauen Farbe des innern Theilskommt Herr Marggrafs Metall mit meinen Massenvon arsenikalischer Platina, welche schon oben ist be-schrieben worden, überein; und wahrscheinlich kanndie Anwendung des Arseniks in einem Stande der ^Verglasung, mit Substanzen welche darzu beytragendenselben in dem Feuer zurückzuhalten, das wirksamsteMittel seyn diesen flüchtigen metallischen Körper mitder Platina zu verbinden.

X V. Allgemeine Beobachtungen über dieVermischungen der Platina mit !

andern Metallen.

i. Aus den vorgehenden Experimenten erhellet, !daß Platina, welche für sich selbst in den allerheftig- ^sten Feuern unserer Oefen unschmelzbar, und durch ^die allerwirksamste unmetallische Flüsse nicht zu be- !zwingen ist, steh mit einem jeden der bekannten me- !taktischen Körper vereinige, oder von demselben auf- !

gelöset !