Fünfter Abschnitt. z§s
Verkleiden des Tiegels Sorge getragen, -aß nichtsvon brennbarer Materie in denselben hineinfallen unddas Bley rednciren möchte, so hat sich -och leichtzutragen können, -aß etwas von dergleichen Materiebey dem Zerflossen und Durchsieben des Glases ist ein-gemischet worden; aber auch ohne einen solchen Zu-fall vorauszusetzen mag vielleicht die Platina selbst einVermögen besessen haben diese Wirkung hervorzubrin-gen. Gemeine Platina, so wie Herr Marggraf sichderselben bediente, enthaltet offenbar etwas Eisen;und wenn man geflossenes Bleyglas blos mit einem ei-sernen Stäbe umrühret, so wird ein Theil des Bleyswieder hergestellt. Einige von den reinern Platina-körnern habe ich beedes mit Bleyglas und mit demGlase des Antimomum gemenget, und beede Mischun-gen einem so starken Feuer ausgesetzt, als ich vermö-gend war hervorzubringen: Die Platina zeigte keineNeigung zum Schmelzen, und die Körner haben ihrgewöhnliches Aussetzn behalten. Vogel scheinet dem-nach Marggrafs Versuche übel verstanden zu haben,wenn er aus denselben schlüsset, daß man von Platinamit Vleyglas einen weißen König erhalte.
Herr Marggraf theilet über das Schmelzen derPlatina noch einen andern Versuch mit, welcher miteinem arseuikalischen Bleyglase ist angestellt worden.Er bereitete sich ein Glas aus acht Unzen Menning,zwo Unzen Kiesel, und einer Unze weißem Arsenik.Sechs Unzen von diesem Glase, zu zartem Pulverzerflossen, wurden mit einer Unze Platina gemenget,und die Vermischung in einem verschloßnen Tiegel
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