;88 Historie der Platina.
geschmolzne Vermischung hat zo Gran weniger gewo-gen , als die zwey Ingredienzen vor dem Schmelzen,weil vielleicht einige zarte Körner von dem Metalle indem Kohlpulver zerstreut zurückgeblieben find. Wennman schon annimmt, daß dieser Abgang einzig fürden Stahl anzusetzen sey, da gleichwol auch auf dieseWeise noch immer 697 Theile Stahl mit roo Thei-len Platina zurückbleiben, und da 7, 762 Theilevon dem Gemeng in dem Wasser i verlieren, sokommt dennoch für die Schwere der Platina nachder Berechnung weniger nicht heraus als 27, 8rz.Es erhellet demnach, daß das Eisen in Ansehungseiner specifischen Schwere sehr veränderlich sey, jenachdem es entweder geschmolzen oder geschmiedet,und mit mehr oder weniger Phlogiston geschwängertist ; dennoch scheinet zugleich noch eine andere Ursachebey Veränderung der Schwere seiner Vermischungenmit Platina das ihrige mit beyzutragen. Diese Ur-fache ist vielleicht in einer merkwürdigen Eigenschaftdes Eisens anzutreffen, welche durch die in dem erstenBande dieses Werks erzählte Versuche (Blatts 426. f.)mit Zuverläßigkeit ausgemacht zu seyn scheinet. Ge-schmolznes Eisen wird in dem Zeitpunct, da es erhär-tet , in ein grösseres Volumen ausgedehnet, und einesvon den Kennzeichen dieser Ausdehnung ist die erha-bene Oberfläche.desselben, in Umständen wo die Ober-fläche anderer Metalle eingedumpft wird. Die Pla-tina scheinet diese Kraft des Eisens steh bey dem Er-härten auszudehnen zu unterdrücken. In der erstenMischung, welche ich von Gußeisen und Platina be-reitet