Siebenter Abschnitt. 397
Klumpen zusammengebacken. Sie ward sodann inein unverglaßtes Porcelanfthälgen gethan, nachmalsunter die Muffel gebracht, und zwey Stunden langzum öftern umgerühret: Hin und wieder sahen einigeKörner glüend aus , gleich Stücken von brennendenKohlen; eine Erscheinung welche bey dem Verkalkendes Zinns gewöhnlich vorkommt. Nach dem Erkal-ten hatte das Pulver eine vermischte grauröthlicheFarbe , doch hatte das rothe den Vorzug: Am Ge-wicht hat es dreyzehn Grane mehr betragen, alszuerst, und also einen Zuwachs von ungefehr einemZwelftel gewonnen, ohne diejenige Portion zu rechnen,welche fich an die Kupelle und die rauhe Oberstächedes unverglaßten Schalgens angehänget hatte.
Ein Theil des Kalks ward in einem bedeckten Tie-gel , in einem Gebläseofen über eine Stunde lang mitheftigem Feuer getrieben. Es ist nicht im geringstengeflossen, und nur sehr wenig zusammengebacken. DieFarbe war fast bis zu einer vollen Schwärze verdun-kelt. Beedes der rothe und der schwarze Kalk habenmit Salzgeist digeriret ziemlich hochgelbe Tincturen ab-gegeben , gleich einer mit Wasser verdünnten Platina-solution in Königswasser, da sonst weder die Plati-nakörner noch das für fich selbst kalcinirte Zinn derKochsalzsäure die geringste Farbe mittheilen.
II. Absonderung des (Quecksilbers vonder Platina.
Etwas Quecksilber, welches durch langwierigesReiben mit Platina einen Theil von diesem Metalle
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